Marke: OPEL - Model: MOVANO - Typ: F9 - Engine: 2.2 - Baujahr: 2001 - KW: 66 - PS: 90 - Diesel
(Kupplungsnehmer Baugleich: Opel Movano, Renault Master 2 und Nissan)

Um den Kupplungsnehmerzylinder bei oben genanten Model, Opel Movano 2.2, zu wechseln, benötigt man zwei Stunden. Für diese Arbeit wird in einer Werkstatt ein Preis zwischen 800 und 1300 € veranschlagt. Das ist ein Stundensatz zwischen 325 € und 575€. Hinzugerechnet wird in der Regel noch das Einbauteil mit 150 €. Bei diesem Stundenlohn darf dann man nicht erwarten, daß zusätzlich eine Gummimanschette mit Glyzerin abgereiben wird oder man eine mit Flugrost überzogene Schraube mal abbürsten und ölen könnte!

Nachdem mein Kupplungsnehmer zum dritten mal undicht geworden war, bestand ich auf mein Beisein in der Werkstatt und konnte feststellen, wie unreflektiert Menschen ihre Arbeit verrichten.

Ist der Kupplungsnehmer fachgerecht verbaut und durch sein Alter etwas undicht geworden, reicht es manchmal aus, etwas Glyzerin (ich verwende dazu Melkfett) in die Entlüftungsschraube am Getriebeeingang zu spritzen. Das Glizerin setzt sich um die Manschette und dichtet sie ab. Zudem quillt die Dichtung durch das Glyzerin etwas auf und verzögert damit den weiteren Alterungsverfall.

Ist der Kupplungsnehmer jedoch falsch eingebaut worden, dann ist die anfängliche Freude mit dem Melkfett nur von kurzer Dauer, weil durch das Fett die Dichtung am hinteren Gehäusedeckel leicht herausgleitet. Der Kupplungsnehmer selbst ist nämlich nicht druckdicht, sondern muß erst durch das korrekte Verschrauben am Getriebe druckdicht gemacht werden.

Um das Getriebe beim Opel Movano vom Motor zu lösen, müssen wir zuerst den Luftfilter entfernen. Dazu werden die Lüftungsschläuche entfernt und dann derLuftfilter nach oben herausgezogen..

Jetzt lösen wir die zwei Schrauben vom Kabelbaumhalter links (Fahrtrichtung) auf dem Getriebe und binden den Kabelstrang etwas nach oden, damit er beim Einbau nicht stört...

Schaltseilzug auf dem Getriebe oben aushebeln.

Die vier Schrauben oben, die das Getriebe mit dem Motorblock verbinden, entfernen.
Kupplungsschlauch entfernen. Der Schlauch ist mit einer Metallklammer befestigt.
Linkes Vorderrad entfernen..
Radlagerschraube herausdrehen.
Manschette der Antriebswelle am linken Vorderat lösen.
Stoßdämpfer oben lösen und auf die Seite drehen.
Schraube für die Radaufhängung entfernen. Die gesamte Radaufhängung läßt sich jetzt auf die Seite drehen. Dabei wird die Antriebswelle herausgezogen.
Manschette rechts am Getriebe vom Radantrieb lösen.
Anlasser abschrauben.
Zwei weitere Schrauben unten, die den Motorblock mit dem Getriebe verbinden, herausdrehen..
Insgesamt zwei Elektrostecker vom Getriebe abziehen.
Getriebeaufhängung links lösen (1 Schraube). Dabei kippt der Motor und das Getriebe etwas nach unten. Getriebe unterfangen und versuchen, mit wackelnden Bewegungen vom Motor abzuziehen. Dazu werden zur Sicherheit zwei Personen benötigt..
Ist das Getriebe gelöst, sieht man den Kupplungsnehmer in der Kupplungsglocke.



Diesen Kupplungsnehmer herausschrauben und danach auf die Aluminiumhülsen achten. Stehen diese nur etwas hervor (auch unter 0,5 mm), dann war der Kupplungsnehmer falsch eingebaut.
Auf dem unteren Bildist das etwas übertrieben dargestellt. Die beiden hinteren Hülsen stehen hervor, die vordere Hülse ist OK.

 

Die hinteren Schrauben wurden ohne Unterlegscheiben eingedreht. Damit hat der Kopplungsnehmer keine stabile Fixierung und gleitet über die Schrauben heraus. Die Schrauben sind minimal breiter als die Abstandshülsen. Dies begründet den Umstand, daß der Kupplungsnehmer für ein paar Kilometer dicht bleibt.
Der Kupplungsnehmer ist so konzipiert, daß er nur bei absolut planer Auflage am Getriebe dicht sein kann. Plastikgehäuse und Metalldeckel liegen exakt auf einer Ebene.

Wurden keine oder nur an einer Stelle eine Unterlegscheibe verwendet, wie das bei mir der Fall war, hebt sich der Kupplungsnehmer an und liegt nicht mehr plan auf dem Kupplungsgehäuse auf. Ein so fixierter Kupplungsnehmer wird zwangsläufig undicht.

Die Befestigungsschraube ist im Umfang gerade mal so groß wie die Aluminiumhülle, und damit hat sie ohne Unterlegscheibe keine Befestigungsfunktion.

Weil der Metalldeckel und das Plastikgehäuse genau auf einer Ebene liegen, habe ich eine Dichtungsscheibe zwischen Kupplungsnehmer und Getriebe gelegt, damit tolleranzen ausgeglichen werden können. Daß der Deckel mit der Zeit undicht wird, scheint mir ist ein erwartetes Geschäft..


D ie Dichtung unter dem Deckel ist so knapp bemessen, daß bereits eine geringe Schrumpfung der Dichtung den Kupplungsnehmer undicht werden läßt..

Nicht die Gummimanschette um den Zylinder wird undicht, sondern die Dichtung am hinteren Gehäusedeckel.

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