Primärtherapie und Verlaufskontrolle progredienter

Erkrankung am Beispiel von Krebs in der Naturheilkunde
(Eine alternative Krebstherapie)

Eine Orientierungshilfe für Ärzte und Heilpraktiker.

von Mario Fassen

Wichtiger Hinweis:
Diese Seite ist nur für Therapeuten bestimmt und darf nicht von Betroffenen zur Selbstmedikation genutzt werden, weil ihnen hierzu die notwendige Erfahrung fehlt.
Bitte stellen Sie keine Frage an mich, ohne den Text vollständig gelesen zu haben.
Betroffene, die sich nicht richtig behandelt fühlen, bitte ich, sich an ihren Therapeuten zu wenden und ihn auf meine Internetseite
aufmerksam zu machen.

Sollten Sie keinen Ansprechpartner finden, dann versuchen Sie mich im vorgegebenen Zeitraum telefonisch zu erreichen. Berücksichtigen Sie aber bitte, daß ich telefonisch keine Therapievorschläge unterbreiten kann und darf.

Wichtig:

Soweit eine Rezeptur, Applikationsart oder Dosierung angegeben werden, entsprichen sie meinem Erfahrungsstand. Dennoch ist jeder Anwender aufgefordert, in eigener Verantwortung festzustellen, ob die empfohlene Medikamentenwahl und Dosierung im Einzelfall angebracht erscheint. Das Wissen darüber, welche Komplikationen und Nebenwirkungen sich aus der Therapie ergeben könnten, setze ich voraus.

Inhalt:
........................................................................................................................................................................................Stand 12.2012

Primärtherapie 2.11

Krebstherapie unter dem Gesichtspunkt der Homöopathie 9.06

Phytotherapie in der Krebsbehandlung 7.04

Blutreinigungs- oder Frühlingskur bei Krebs 10.11
Krebs und Ernährung 
6.07

Krebs und Bewegung

Psychische Faktoren der Krebsentstehung 5.10 

Appetitverlust bei Krebs  7.04

Schmerzbehandlung 12.12

Tumormarker

Allgemeines und wenig bekanntes über die derzeitige Krebstherapie, am Beispiel des Mammakarzinoms 4.05

Hinweis 5.05
Internetadressen
Buchempfehlung
7.07
Angebliche Wundermittel
 11.12

 

 


 
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Primärtherapie

Bei jeder Erkrankung, die bleibende Schäden hinterläßt, oder den Tod zur Folge haben kann, sind unverzüglich Maßnahmen zu ergreifen, welche unterstützend auf die wichtigsten Körperfunktionen Einfluß nehmen. Leider fließt viel zuviel Zeit und Energie in eine komplizierte Diagnostik, aus der noch nicht einmal eine therapeutische Konsequenz gezogen werden kann, wobei die einfachsten Hinweise, die zwingend eine Therapie erfordern, unberücksichtigt bleiben.

Jede behandlungsbedürftige Erkrankung bedarf einer individuell angepassten Therapie, die stets aufs neue überarbeitet werden muß. Das Krankheitsbild von gestern entspricht nicht mehr dem von heute. Von daher erfährt die Therapie ständig eine Änderung
Bilder von www.cosima-heck.de


Bei einer
progredient verlaufenden Erkrankung sind folgende Punkte unbedingt zu beachten:

1. Regulierung des Säure-Basenhaushalts

Handlungsbedarf besteht bei: Sodbrennen, Meteorismus (wenn auf Basenmangel zurückzuführen), Blutalkalose, konstant saurer Urin.
Achtung: Bei einem Kaliummangel wird der Urin sauer, auch wenn der Körper unter einer Alkalose leidet.

Zur Azidosebehandlung eignet sich Bullrich-Vital® . Teststreifen zur Selbstkontrolle für den Patienten liegen der Verpackung bei.
Selbst verwende ich folgende Rezeptur: Natrium bicarbonat 150g, Kalium bicarbonat 25g, Calcium phosphoricum 35g, Calcium citricum 35g, Magnesium carbonat 5g, ad 250g

Natrium bicarbonat soll auf Dauer nicht ohne Kalium gegeben werden, da sich ansonsten ein Kaliummangel einstellt. Basenpräparate nie kurz vor oder nach dem Essen verordnen, es sei den es besteht ein Meteorismus aufgrund einer Pankreasinsuffizienz.

Besteht eine Blutalkalose, wird kein Bicarbonat, sondern ein Säure-Präparat eingesetzt. Z.B. Gelum-Tropfen® der Firma Dreluso.
Im fortgeschriebenen Stadium besteht fast immer eine Alkalose. Zur Verfügung steht auch ein 20-prozentiges rechtsdrehendes Milchsäurepräparat "RMS Asconex® ", von dem der Patient 3 X täglich 20 Tropfen in Wasser zu sich nimmt. Die Wirkung setzt bei Tumorpatienten erst nach 5 Wochen ein. Sobald der Blut-pH wieder sinkt, kommt es zu einem dreitägigen Unwohlsein.
Wie wichtig die Ansäuerung beim Krebspatienten sein kann, hat Frau Waltraut Fryda herausgearbeitet. Von ihr gibt es auch das Buch "Adrenalinmangel als Ursache der Krebsentstehung".
Die Übersäuerung des Körpers beim Krebspatienten wird oft überbewertet und viele Krebskranke bekommt die Basenanreicherung auch nicht. Die Therapie mit RMS von Asconex sollte immer mit ins Auge gefaßt werden, gerade wenn die Basentherapie keine positive Wirkung zeig


Einen ungefähren Überblick über den Säure - Basenhaushalt bekommen Sie mit der Verrechnung der Laborwerte Ka/Na X Ka/Ca. Liegt der Wert unter 0,045 haben wir es wahrscheinlich mit einer Alkalose, über 0,06 mit einer Azidose zu tun.

2. Darmsanierung

Handlungsbedarf besteht bei: Obstipation, Durchfall, Blähungen, starke Geruchsentwicklung des Stuhls.

Zum Einsatz kommen:

a.) Kurzfristige Darmspülungen bei chronischer Verstopfung oder mangelnder Ausscheidung.

b.) Grüne naturbelassene Heilerde (Argiletz®) bei Verstopfung, Durchfall, Meteorismus oder üblem Stuhlgeruch. Bis zu 3 X täglich 1 Teelöffel,       aufgerührt in einem Glas Wasser. Führt Heilerde zur Verstopfung, Menge entsprechend reduzieren.

c.) Pankreasenzyme vom Schwein bei Meteorismus (Gärung). Eiweißspaltende Enzyme (Bromelain) bei fauligem Geruch des Stuhls.
     Generell sollte jeder Schwerkranke auf längere Zeit Enzyme einnehmen. ( Nicht vor einer Operation, der reduzierten Blutgerinnung wegen.)

d.) Obligatorisch werden zudem, der besseren Gallen und Leberfunktion wegen, Bitterpflanzen verordnet.

Therapeutische Möglichkeit der Darmsanierung, wenn naturbelassene Heilerde nicht zum gewünschten Erfolg führt:

1. Woche

Ozovit® (Magnesiumperoxyd - zur Darmdesinfektion bei Dysbiosen)

 3X1 Meßlöffel 1Stunde nach dem Essen.

Lassen sich Hefepilze im Stuhl nachzuweisen, verabreicht man 3 Tage vor der Behandlung eine geringe Dosis Nystatin 2 X am Tag.

2 - 4. Woche

Cheiranthol® ( 100 ml enth.: Extr. Herba Cheiranth. cheiri fld. (DAB) 40 ml, Extr. Fruct. Silyb. marianae fld. 35 ml (entspr. 122,5 mg Silymarin-Komplex), Extr. Herba Card. benedict. fld. (DAB) 5 ml, Extr. Herba Millefolii fld. (DAB) 9,5 ml, Extr. Herba Hyperici fld. 10 ml (entspr. 2 mg Gesamthypericin). )

 15 Tropf. vor und 15 Tropf. nach dem  Essen.

Pankreaticum-Hevert® (Pflanzenmischung zur Steigerung der Verdauungsleistung, vor allem über die Bauchspeicheldrüse. 10 ml enthalten: Eichhornia D1 3,0 ml, Okoubaka D2 2,0 ml, Quassia amara Urtinktur 0,5 ml, Taraxacum Dil. D1 2,5 ml )

30 Tropf. nach dem Essen

Markalakt® (Kamilleblüten und Lactose-Monohydrat, zur Folgebehandlung der Symbiosestörung.)

 2 Teelöffel in einem Glas mit  heißem Wasser auflösen und jeweils  vor dem Frühstück und Abendessen  langsam trinken.

5. Woche

Cheiranthol®

 15 Tropf. vor und 15 Tropf. nach dem Essen.

Pankreaticum-Hevert®

30 Tropf. nach dem Essen

Acidophilus-Zyma® (Lebensfähige Lactobacilluskeime, zum Aufbau der Darmflora.)

 3X1 Teelöffel in Wasser auflösen  und vom Essen unabhängig trinken.

Mutaflor® (Lebensfähige Escherichia coli Bakterien zum Aufbau der Darmflora.)

Täglich eine Kapsel bis zu 100mg zum Essen.


3. Ausleiten über den Darm

Wenn der Gesundheitszustand es zuläßt, 1 X wöchentlich mit Bittersalz abführen (nicht über eine längere Zeit hinaus), eventuell in Kombination mit Kohle. Bei langjähriger Obstipation, wäre eine Colon-Hydrotherapie in Erwägung zu ziehen.

4. Ausleiten über die Niere

Prinzipiell gehört der Urin eines jeden Kranken untersucht. Die gängigen Teststreifen können dazu wichtige Hinweise liefern, aber für eine gewissenhafte Untersuchung reichen sie nicht aus. Und gerade der Hinweis auf Bakterien, wofür die Teststreifen oft eingesetzt werden, führt nicht fälschlicherweise zu einem negativen Befund. Nicht alle Bakterien bilden Nitrat und werden deshalb vom Teststreifen nicht erfasst. Jeder Urin bedarf einer mikroskopischen Untersuchung. Entdecken wir freischwimmende Keime im Urin, so ist das weniger dramatisch, als wenn sich die Keime auf Nieren und Blasenzellen befinden. Hier ist immer die auskleidende Schicht des Organs betroffen.
Gegen alle Keime im Urin verwende ich die Bärentraube (Uva ursie). Mit dem Tee gibt es keine Resistenzen. Alle Keime werden erfasst und der schnelle Erfolg ist überzeugend. Allerdings muß der Urin einen pH-Wert von über 7 aufweisen, damit der Tee seine Wirkung entfalten kann, sonst bleibt die Wirkung aus. Mit Antibiotika soll gerade bei progredienten Erkrankungen sehr vorsichtig umgegangen werden, denn ein kranker Organismus kann nicht noch zusätzlich mit einem Zellgift belastet werden. Nierenpräparate, die zusätzlich "Uva ursie" enthalten, sollen nur dann eingenommen werden, wenn auch tatsächlich ein Harnweginfekt besteht. Andernfalls hat das Kraut in der Nierentherapie nichts zu suchen, denn dem Magen bekommt das Kraut nicht. Magenbekömmlicher wird der Tee, wenn wir ihn abends kalt ansetzen und morgens aufkochen. Den Tee dann schluckweise über den Tag verteilt trinken. Nicht länger als eine Woche anwenden, was auch nicht nötig wäre. Um sicher zu gehen, daß sich der Urin auch im basischen Bereich befindet, setzen wir dem Tee etwas Na-Bicarbonat hinzu. (500ml/1 Teelöffel)
Unser Augenmerk richten wir auch auf das spezifische Uringewicht am Morgen. Erreicht der Urin in den Morgenstunden lediglich ein spezifisches Gewicht von 1,015, kann mit einem Dursttag die Woche versucht werden, die Niere zur Konzentration anzuregen. Ein Patient mit einem spezifischen Gewicht von unter 1,010 verweigert das das all zu reichliche Trinken, weil dadurch die Giftausscheidung erschwert wird. Also das genaue Gegenteil von dem, was allgemein propagiert wird. Nicht immer sind große Trinkmengen angebracht und sie können sogar schädlich sein. Dagegen dürfen Kranke mit einem spezifischen Gewicht von über 1,030 ruhig bis zu 3 Liter Wasser trinken.
Als nierenwirksam können folgende Pflanzen bezeichnet werden:
Ononis spinosa, Solidago, Galium aparine, Sarsaparilla, Taraxacum, Folia Betula alba.
Die Nierenfunktion zu bessern, was die harnpflichtigen Stoffe betrifft, erweist sich oft schwieriger als allgemein dargestellt. Eine gesteigerte Diurese trägt noch lange nicht zum Ausscheiden harnpflichtiger Elemente bei. Ursache dürfte die enge Wechselbeziehung der Niere zur Leber sein, weshalb immer beide Organe behandelt werden sollen.

5. Ausleiten über die Leber und ihre Stabilisierung

Leider findet die Leber gerade bei schwerer Erkrankung nur wenig bis gar keine Berücksichtigung, obwohl der Allgemeinzustand wesentlich von diesem Organ abhängig ist und viele Schwerkranke letztendlich an Leberversagen sterben.
Zur Laboruntersuchung stehen uns die kostengünstigen Werte wie y GT, GOT, GPT, Cholinesterase und Bilirubin zur Verfügung. Letzteres natürlich nur im Zusammenhang mit Bili.-direkt und –indirekt. Für die Verlaufsbeurteilung muß die Cholinesterase stets mit berücksichtigt werden. Fällt die Cholinesterase, geht es dem Patienten zunehmend schlechter. Beim Lebergesunden befinden sich yGT, GOT und GPT im unteren Drittel des Normwertes. Ein etwas erhöhter Leberwert ist keine beruhigende Feststellung, sondern er weist auf eine Leberstörung hin, die therapiert werden muß!

Bei einer toxischen Leberbelastung hat sich der Samen der Mariendistel bestens bewährt. Weil bei einer schweren Erkrankung immer damit gerechnet werden muß, soll mindestens 300mg Silibinin, über den Tag verteilt, verabreicht werden. Sobald der Patient über morgendliche Müdigkeit klagt, oder das Y-GT seinen Normwert verläßt, sollen wir die Mariendistel einsetzen. Bei Stoffwechselstörungen der Leber oder bei einer Hepatitis habe ich mit Mariendistel noch keinen Erfolg gesehen. Zumindest bessern sich die Laborwerte nicht. Ob die Mariendistel dennoch eine Wirkung entfaltet, vermag ich leider nicht zu sagen.

Zur Ausleitung über die Leber eignen sich China, Curcuma, Fumaria, Agrimonia eupatoria, Taraxacum officinale, Achillea millefolium, Cichorium intybus usw., die drei letzten Pflanzen am besten im Salat gegessen. In den Reformhäusern gibt es eine Schwedentrank-Kräutermischung, die mit Alkohol angesetzt wird. Man kann dieser Kräutermischung noch andere Pflanzen beisetzen, wie Aloe, Potentilla anserina oder Olibanum. Den Patienten aktiv in seine Therapie mit einzubinden, ist ein lohnendes Ziel. Nach dem Prinzip „Vogel sperr den Schnabel auf“ verlernt der Kranke selbst auf seine Beschwerden zu reagieren. Patienten, die keine Eigeninitiative ergreifen, haben nur wenig Aussicht auf einen therapeutischen Erfolg.



Krebstherapie unter dem Gesichtspunkt der Homöopathie

Solange auf die Gesamtkonstitution des Patienten keine Rücksicht genommen wird, bleibt die Krebsbehandlung eine symptomatische Therapie. Krebs wächst aus einem Zustand des Körpers heraus und das Krankheitsprodukt sagt nichts über die Ursachen und Bedingungen seiner Entstehung aus; es zeigt nur, wohin dieselben führen. Leider werden die Zusammenhänge der Krebsentstehung sträflichst vernachlässigt und Arzt und Patient wünschen lediglich möglichst rasch das Krebsgeschwulst entfernt zu sehen, in der irrigen Meinung, die Krankheit sei mit der künstlichen Entfernung durch das Messer oder durch die Reduzierung des Primärherdes mit Chemo behoben. Bedauerlich, wie schnell bei einzelnen Erfolgen vor die Öffentlichkeit getreten wird und Therapien daraufhin propagiert werden, deren anfänglicher Erfolg sich nicht mehr wiederholen läßt. Solch ein unvorsichtiges Vorgehen, das zum Teil dem Ehrgeiz entspringt oder dem Zwang, publizieren zu müssen, erweckt leider bei zahlreichen Kranken nicht berechtigte Hoffnung und führt lediglich zur Auslastung einzelner Krankenhäuser - und der Erfolg?

Ehrliche Ärzte werden ihre Kranken nicht ohne weiteres dazu ermuntern, sich für Verfahren herzugeben, bei denen sich kein eindeutiger Erfolg zeigen und im vollen Wissen der Erfolglosigkeit den Kranken über seine Nebenwirkungen hinwegtrösten.

Was die homöopathisch-medikamentöse Behandlung anbelangt, sind die Erfolge nicht so glänzend, wie wir sie bei anderen Erkrankungsformen zu sehen gewohnt sind. Jedoch lassen sich zum Teil die Beschwerden lindern und den Verlauf der Erkrankung günstig beeinflussen. Die homöopathisch individuelle Behandlung des Krebskranken soll in jedem Fall durchgeführt werden. Allerdings muß der gewissenhafte Behandler den Patienten und die Angehörigen über die Krankheit, ihre Heimtücken und den unberechenbaren Verlauf belehren und auch über die Möglichkeit anderer Verfahren aufklären. Daraufhin ist dem Patienten und seinen Angehörigen die Entscheidung zu überlassen, wozu sie sich entschließen. Soll sich der Patient zur Operation oder Chemo entschließen, dann wird ihm der Rat erteilt, nebenbei die innere Behandlung nicht ganz zu verwerfen, um alles zu tun, was dem Kranken dienlich sein kann.

Eines kann fast immer beobachtet werden, daß Karzinome, die radikal behandelt wurden, bezüglich der späteren auftretenden Schmerzen einen viel schlimmeren Verlauf nehmen, als wenn keine Behandlung erfolgte; auch treten Metastasen und Komplikationen unter einer radikalen Therapie wesentlich häufiger auf als bei einer natürlichen Behandlungsart. Auf diese Punkte sollte jeder Patient hingewiesen werden. Die Behandler sollen auch endlich einmal lernen, dem Patienten reinen Wein einzuschenken und ihm mitteilen, daß es bei den meisten Krebsleiden keine Heilung mit den üblichen Therapieverfahren gibt. Der Patient darf nicht zum passiven Beobachter seiner eigenen Erkrankung erzogen werden, sondern muß lernen, daß gerade sein Einsatz mit wesentlich zum eigenen Wohlergehen beiträgt. Jede Erfolgsmeldung des Patienten durch sein eigenes Zutun muß ernst genommen und überprüft werden. Der Behandler lernt am Patienten und nicht umgekehrt.

Die hier ausgewählten homöopathischen Mittel beziehen sich lediglich auf das Krebsgeschehen. Eine konstitutionsbezogene Therapieempfehlung kann in diesem Rahmen nicht geleistet werden und bleibt dem ernsthaften Homöopathen vorbehalten.

Es muß darauf hingewiesen werden, daß ein einzelnes Mittel, das nicht in einem Gesamtkonzept steht, keine Wirkung hat.

Arsenicum album D3-D6 und Arsen jodatum D3-D4

Ausgesprochene Krebskachexie, dabei Durst; Brennschmerz; schlimmer nachts; blutende und jauchende Geschwüre; scharfe Sekrete. Kommt bei allen Krebsformen zur Anwendung; Wirkung am deutlichsten bei Haut und Magenkarzinom

Argentum nitricum D4-D3

Bei allen Schleimhautkrebsen; bei Magen-, Darm-, Gebärmutter- und Kehlkopfkrebs. Neigung zu Blutungen; warzenartige Granulation; tiefe Geschwüre mit harten Rändern. Splitterschmerzen.

Hydrastis canadensis 3D

Langsam sich entwickelnde Blutdyskrasien; langwierige Schleimhautkatarrhe mit Neigung zur Ulzeration und Blutungen; Magen- und Leberstörungen und Schwäche, Abmagerung. Soll zum Einsatz kommen bei Karzinom der Nase, des Magens, der Zunge, Lippen und Uterus.

Carbo animalis D6 und Carbo vegetabile D6-D30

Krebskachexie, besonders bei alten Leuten mit venösen Stauungen, Schwäche und Hinfälligkeit; harte Drüsen; Geschwüre mit stinkendem Sekreten, reaktionslos, zur Blutung neigend. Brennschmerz. Haut-, Brust-, und Magenkrebs.

Kreosotum D3-D6

Blutzersetzung und langsam fortschreitende Kachexie; Geschwüre mit stinkendem Sekret; Blutungen; besonders Erbrechen; Brennschmerzen; Jucken. Magen und Uterusleiden stehen im Vordergrund.

Phosphorus D30-D6

Innere nervöse Störungen und große nervöse Reizbarkeit und Schwäche. Schwammige, leicht blutende Geschwüre. Durchfälle; Knochenleiden und besonders Magenleiden.

Chelidonium D1-D30

Leber-, Magen-, Zungen-, und Hautkrebs. Bei letzterem auch den Saft der frischen Pflanze auf der Haut zerreiben.

Natrium choleinicum D3-D4

Krebs der Verdauungsorgane; gutes Cholagogon; dient zur Bekämpfung der Azidose und Regelung des Stuhlgangs.

Thuja occidentalis D3-D30

Zu Flechten und Warzen neigende Konstitution. Hautkrebs; Polypen. Ein Mittel das immer versucht werden soll!

Lycopodium D30-D200

Langsam aber sehr tief wirkend. Darm und Lippenkrebs. Bei geringer Cholinesterase zu versuchen.

Scirrhinum D30

Harter Krebs, besonders der Brust

Phytolacca D1-D3

Bei Brustkrebs, vor allem nach Mastitis. Konstitionell vom Rachen ausgehende Erkrankungen. Ein Mittel das immer versucht werden soll!

Okoubaka
Ø - D2
Autointoxikation über den Darm oder durch den Tumor.

Phytotherapie in der Krebsbehandlung

Leider verliert die Phytotherapie zunehmend an Bedeutung. Schuld daran sind die Zulassungsbestimmungen der Arzneimittelkommission, die am liebsten nur noch standardisierte Monopräparate sieht, welche in der Phytotherapie unträglich sind und die erschreckende Tendenz, daß sich die meisten Behandler nicht mehr von ihrer Erfahrung leiten lassen, sondern Therapierichtlinien erfüllen, welche von der Pharmaindustrie erarbeitet wurden. In der Öffentlichkeit steht die Phytotherapie zwar noch hoch im Kurs, aber nur aus dem Grund, weil man sie mit der Homöopathie verwechselt.

Wer seine Praxis in der Nähe zu Frankreich unterhält, soll die Möglichkeit nutzen und auf den Patienten zugeschnittene Rezepturen verordnen. Im Vergleich zu Frankreich läßt die Auswahl an Tinkturen bei uns zu wünschen übrig und ist zudem sehr teuer.

Eine Auswahl der in Deutschland zur Verfügung stehenden Tinkturen finden Sie im Homöopathischen Arzneimittelverzeichnis der Deutschen-Homöopathischen-Union, kurz DHU.

Einige der wichtigsten Tinkturen, die in der Krebstherapie zum Einsatz kommen, wurden untenstehend von mir zusammen gestellt. Ein Wissen über die toxikologischen Eigenschaften der Pflanzen setze ich voraus.


Onopordon acanthium
Ø 3X20 Tropfen; bei jedem Krebsleiden unbedingt zu versuchen.


Cynara scolymus
Ø 3 X 2O Tropfen; bei dyspeptischen Beschwerden, Brechreiz, Völlegefühl, Meteorismus.


Carduus benedictus
Ø 3 X 2O Tropfen, bei Krebs der Verdauungsorgane


Sarsaparilla
Ø 3 x 5 bis 25 Tropfen; Zur Entgiftung und wenn eine Disposition zu Haute besteht.


Solidago virgaurea
Ø 3 X 5-10 Tropfen; wenn nur noch ein dünner Urin gelassen wird.


Quassia amara
Ø 3 X 5 Tropfen; bei beginnender Ascites.

Argimonia eupatoria
Ø 3 X 2O Tropfen; bei allen Leberstörungen.

Carduus marianus
Ø 3 X 20 Tropfen; bei toxischer Leberbelastung und Leberstau.

Galium aparine Ø 3 X 60 Tropfen, bei lymphatischer Konstitution und Ödembildung.


Boswellia sacra
Ø 3 X 5-10 Tropfen.
Zur Behandlung entzündlicher Prozesse und Hirntumor.


Fucus vesiculosum
Ø 3 X 1 Tropfen. Bei vermindertem Grundumsatz. Täglich um einen Tropfen steigern, auf 3 X 20 Tropfen.

Chelidonium majus Lokale Anwendung. Der gelbe Milchsaft aus dem frisch gebrochenen Stengel, damit täglich ein Basaliom betupft, brachte dieses in kurzer Zeit zur Ausheilung. (eigene Beobachtung)
In Rußland wird die Pflanze deshalb auch als Wunderkraut bezeichnet.

Cistus incanus tauricus

als Tee 2 - 3 Eßlöffel auf 1 Liter Wasser.
Alle zugänglichen Tumore
damit betupft oder bei Kehlkopf-, Magen- und Darmkrebs getrunken. Das Teekraut wird nicht wie auf der Verpackung angegeben nur überbrüht. Damit dem Tee auch die Gerbstoffe entzogen werden, bleibt das Kraut im Wasser.
Den Tee erhält man unter dem Namen "Cystus - Teekraut" in der Apotheke oder kann über die Firma Pandalis bezogen werden. Sehr bewährt hat sich bei mir der Tee, äußerlich angewendet, bei vielen Hautirritationen. Selbst bei Gürtelrose. Um den Erfolg bei Gürtelrose zu beschleunigen, gibt man noch eine Injektion von Procain in das entsprechende Segment. Noch besser wird die Wirkung, wenn zusätzlich etwas Ozon unter die Haut gegeben wird. Die erste Injektion beginnen wir mit 30 µg und reduzieren sie innerhalb von 4 Tagen auf 22µg. Danach dürfte das schlimmste überwunden sein.




Strophanthus
hispidus Ø 1 - 3 X 1-5-10 Tropfen.

Anwendung findet Strophanthin bei symptomatischer Hypotonie(1-2 X 1-2 Tropfen).

Herzleistungsschwäche (1 - 3 X 4 Tropfen) und bei Infarktverdacht (10 - 15 Tropfen).
Wenn kein Notfall vorliegt, wird die Dosis individuell angepaßt. Wir beginnen mit 1 X 4 Tropfen. Je nach Wirkung wird die Dosis erhöht oder reduziert. Nach einiger Zeit kann die Dosis weiter reduziert und sogar abgesetzt werden.

Tropfen auf der Zunge zergehen lassen.

Spricht Strophanthin an, bessert sich der Zustand bereits nach 5-10 Minuten merklich.
Strophanthin gehört zu den wenigen Pflanzen, die sich als Monopräparat eignen.
Daß die orale Strophanthingabe wegen angeblicher Wirkungslosigkeit nie zum Einsatz kam, ist deshalb so unbegreiflich, da meine 10jährige Erfahrung mit der Pflanzentinktur so gut wie keine Versager kennt.
Zur allgemeinen Herztherapie klicken Sie bitte www.fassen.de/strophanthus

Allen Bestrebungen der Arzneimittelrichtlinien zum Trotz, sollen die Tinkturen miteinander kombiniert werden. In der Phytotherapie ein Monopräparat zu verordnen, darf als Unsinn bezeichnet werden. Die Rezeptur sollte aus einem Hauptmittel z.B. Onopordon 60ml und 3 Nebenmittel z.B. Solidago, Sarsaparilla und Cynara aa 60ml ad120ml bestehen.

Blutreinigungs- oder Frühlingskur bei Krebs

Die Frühlingskur darf bei der Aufzählung naturkundlich orientierter Therapien nicht fehlen. Bei tiefgreifenden oder chronischen Erkrankungen gehörte zu früherer Zeit die Frühlingskur oder Blutreinigungskur zum Standart eines jeden gewissenhaften Arztes. Die Bequemlichkeit der Patienten und Ärzte, die sich nur noch als Diagnostiker und Arzneimittel- Verordner verstehen, haben diese wirksame Therapie leider in Vergessenheit gebracht.
Anstelle der Bezeichnung Blutreinigungskur möchte ich lieber den Begriff Frühlingskur / Frühjahrskur verwenden, weil damit wesentlich besser ausgedrückt wird, um was es geht.
Die Vorsommerzeit wirkt sich allgemein günstig auf den Körper und die Psyche des Menschen aus. Gleichzeitig finden wir in der Natur einige Pflanzen, die zur Genesung des Kranken beitragen können.
Unter mythologischem Gesichtspunkt sollen diese Kuren am Johannistag, dem 24. Juni abgeschlossen sein. Diese Auffassung hat durchaus seine Berechtigung. Solange sich eine Pflanze im Wachstum befindet, entwickelt sie nur wenige Abwehrstoffe, die sie vor Freßfeinden schützt. Mit Abschluß des Wachstums lagert die Pflanze in ihre Blätter Enzymhemmer ein, die sie unbekömmlich macht. Wenn bis Ende Juni viele Pflanzen ihr Wachstum weitgehend abgeschlossen haben, bleiben immer noch einige Pflanzen übrig, die weiter wachsen, oder erst zu wachsen beginnen. Manche Pflanzen wie Giersch, Brennnessel und die meisten Wiesenpflanzen gelangen zu einem erneuten Vegetationsschub, wenn wir sie abmähen.

Wildkräuter wirken nicht nur mit ihren Flavonoiden, Saponinen, Bitterstoffen usw. auf unsere Organe ein, sie sind auch reich an Vitaminen, Mineralien und Enzymen. Hat der Kranke seinen Appetit verloren, reicht bereits eine kleine Menge an Wildkräutern aus, um den Vitalstoffbedarf zu decken. So haben z.B. 10 Gramm Brennessel soviel Vitamin C wie 40 Gramm Zitrone oder 200 Gramm Apfel. In Teigwaren ist überhaupt kein Vitamin C zu finden. Um den Vitalstoffbedarf nach Vorgabe der Weltgesundheitsorganisation zu decken, reichen 500 g Brennnesselblätter aus. Dem gegenüber stehen 60 kg der heute üblichen Nahrung!
Jeder Kranke, der ernsthaft daran interessiert sein wird, gesund zu werden, wird den Vorschlag dankend entgegen nehmen.
Im allgemeinen spürt der Kranke sehr schnell, daß ihm die Frühjahrskur bekommt.
Die Frühlingskur kann auch dort noch angeboten werden, wo der Patient jede Therapie verweigert. Das trinken von Wildkräutersäften hinterläßt nicht unbedingt das Gefühl einer Therapie.
Kombiniert mit dem Kräutersaft empfehle ich eine Essenszubereitung im Sinne von Urs Hochstrasser. Wer ein gesundes Essen mit frischem Kräutersaft zu sich nimmt und sich ausreichend bewegt, der wird sich unter umständen wundern, wie schnell die Tumormarker sinken. Spricht die Maßnahme an, kann man sich bereits nach drei Wochen den Erfolg labormäßig bestätigen lassen. Der mit dem Wachstum des Tumors parallellaufende Gewichtsverlust läßt sich in der Regel bereits nach drei Tagen stoppen. Wir können den Erfolg leicht überprüfen, wenn wir mit einem Urinteststreifen die Ketonkörper im Urin kontrollieren. Teststreifen gibt es in der Apotheke. Ist der Fettabbau gestoppt, sind im Urin keine Ketonkörper mehr nachweisbar. Die Nachweismethode immer vor und während der Therapie durchführen, um sich die richtige Vorgehensweise bestätigen zu lassen. Bei einer schweren Erkrankung darf sich weder der Therapeut noch der Patient etwas vorgaukeln. Wir orientieren uns an den nachweisbaren Fakten.

Der Erfolg bleibt aus oder zeigt nur bescheidene Wirkung, wenn der Kranke nicht auf eine gesunde Ernährung achtet. Insbesondere Discounteressen und erhitze Fette lassen die Tumormarker wieder steigen! Mit Discounteressen und Wildkräuter im Speiseplan fallen die Tumormarker nicht!
Das trinken von frischem Wildkräutersaft kann mit der Breusskur oder mit der Gerson-Therapie verglichen werden. Nur sind die Wildkräuter den Kulturpflanzen weit überlegen. Heute sind die meisten Kulturpflanzen biotechnologisch verändert, worunter ihre Vitalitätskraft erheblich leidet und für eine Krebskur untauglich geworden sind. Wobei ich an das aushungern von Krebs, wie bei der Breuss-Kur theoretisiert, nicht glaube.



Urtica urens

Der frische Saft 4 X 4-8 Eßlöffel

Heilung verspricht man sich meist von Dingen die selten, teuer und schwer zu beschaffen sind. Auch wenn die Brennessel keine der Bedingungen erfüllt, muß sie als eine der besten Heilpflanzen bezeichnet werden. Der hohe Mineralstoff-, Eiweiß-, Vitamin-, und Chlorophyllgehalt, macht sie zu einer wertvollen Pflanze. Bei Eisenmangel kommt ihr eine besondere Bedeutung zu. Die Anämie, die wir bei Krebs beobachten, nimmt mit Brennessel einen viel besseren Verlauf. Einen Tee aus ihr bereitet, erfreut sich zwar großer Beliebtheit, kann aber getrost vergessen werden. 500 g Brennessel entsprechen 60 kg der handelsüblichen Nahrung, was ihren Vitalstoffanteil betrifft.


Achillea millefolium

Der frische Saft 3X täglich 2 Eßlöffel

Die Schafgarbe galt früher als eine der heilkräftigsten Pflanzen und wird heute mit Sicherheit zu wenig berücksichtigt. Ihre Wirkung erstreckt sich über das Leber-, Darm- und Nierensystem. Selbst auf Schmerzen und Blutungen hat sie einen günstigen Einfluß.


Taraxacum officinale

Der frische Saft 3 X täglich 2-3 Eßlöffel

Löwenzahn wirkt bei allen Erkrankungen die vom Magen, Leber und Darm ausgehen. Besonders günstig wirkt er sich auf chronische Katarrhe der Darmschleimhaut und bei verminderter Gallensekretion aus.


Cirsium arvense

Der frische Saft 3 X 3-5 Eßlöffel

Weil die Acker-Kratzdistel ein lästiges Ackerkraut war, hat man sie wahrscheinlich als Heilpflanze ignoriert. Aber wie heißt es doch: "Hilfe kommt meist von dort, wo man sie am wenigsten erwartet". Als gut verträgliche Pflanze kommt ihr bei Übelkeit eine besondere Bedeutung bei.


Plantago lanceolata
und major

Der frische Saft 3 X 1 Eßlöffel

Spitz- und Breitwegerich dient zur allgemeinen Kräftigung. Eine antibiotische Wirkung wurde mittlerweile nachgewiesen. Mit Nebenwirkungen ist nicht zu rechnen.


Galium aparine

Der frische Saft 3 X 1-2 Eßlöffel

Der Heckenkleber oder auch Klettenlabkraut genannt, wirkt entwässernd und hat einen günstigen Einfluß auf das lymphatische System. Er findet auch äußerlich bei Krebsgeschwüren seine Anwendung.


Galinsoga parviflora

Der frische Saft 4 X 4 Eßlöffel

Das Knopfkraut sucht man in den Arzneibüchern vergeblich. Einen positiven Einfluß hat die Pflanze auf das Darmsystem.


Aegopodium podagraria

Der frische Saft 3 X 3 Eßlöffel

Wegen der guten Wirkung bei Rheumatismus und Gicht, hat die Pflanze ihren Namen erhalten. Der hohe Eiweißanteil von bis zu 10%, macht den Giersch zu einem wertvollen Eiweißlieferanten. Auch wenn der Körper nur noch wenig Verdauungsenzyme produziert geht dieses pflanzliche Eiweis dennoch nicht in Fäulnis über. Fäulnis im Darm hat oft Schuld am schlechten Allgemeinbefinden der Schwerkranken. Deshalb sind Fleisch, Fisch und Sojaprodukte vom Speiseplan komplett zu streichen.

Hinweis:

Ein guter elektrobetriebener Entsafter für Wildkräuter hat seinen Preis (bis 510 Euro). Wer sich das nicht leisten will, soll sich eine handbetriebene Saftpresse besorgen. In Haushaltswarengeschäften gibt es von der Firma Jupiter aus Edelstahl eine „Frucht und Beerenpresse“, für nur 70 €. Das Resultat der Saftausbeute ist ebenfalls gut. Verwendet wird der feine Siebeinsatz. Die Pressen aus Guß sind nicht zu empfehlen, weil das Metall durch die Wildkräutersäfte stark oxidiert. Stopfen Sie die Wildpflanzen nicht zerknüllt in die Presse, ansonsten greift die Schecke nicht um die Pflanzen einzuziehen! Bei der Jupiterpresse muß der optimale Gegendruck mit der Justierschraube eingestellt werden. Ein geringer Gegendruck hat nur eine geringe Saftausbeute zur Folge. Ein zu hoher Gegendruck verursacht einen Brei. Beim elektrobetriebenen Entsafter muß die Stellschraube beim pressen von Wildpflanzen komplett entfernt werden, ansonsten bricht mit der Zeit das Druckgehäuse. Um das zu vermeiden, sollen die Wildpflanzen auch nicht zu alt und damit Faserhaltig sein. Das betrifft insbesondere die Brennessel und die Distel. Bei der Jupiterpresse spielt das keine Rolle.

Entsafter mit Elektroantrieb, wie der "Green Life", pressen aus den Wildkräutern 60% Saft. Die Ausbeute der Jupiterpresse liegt etwas darunter. Die üblichen Haushaltsentsafter (Zentrifugen) eignen sich nicht. Mit frischem Apfelsaft zusammen geben die Wildkräutersäfte ein schmackhaftes Getränk. (Achtung: Wildkräutersaft nicht mit Gemüsesaft mischen! Die Säfte reagieren miteinander und werden schlecht.) Täglich werden mindestens 300 ml Kräutersaft getrunken. In jeder Mischung sollten sich ungefähr 8 Kräuter befinden! Z.B. Spitzwegerich, Löwenzahn, Schafgarbe, Labkraut, Bennnessel, Kratzdistel, Vogelmiere und Giersch, um nur die häufig vorkommenden Pflanzen zu nennen.
Pflanzen mit toxischer Arzneiwirkung werden selbstverständlich nicht ausgepreßt.
Tipp:
Das Preßgut nochmals mit frischem Apfelsaft übergießen und wiederholt entsaften.
Zum Kennenlernen der Wildpflanzen werden von mir regelmäßig Pflanzenführungen angeboten.
Wann und wo die Führungen stattfinden, erfahren Sie auf der Internetseite www.essbares-unkraut.de oder rufen Sie mich an. Telefon: 0033-388. 543. 179

Krebs und Ernährung

Unsere Ernährungsform hat sich weit vom Ursprung entfernt, so daß eine einfache Regel, wie die einer gesunden Ernährung, auf fast unüberwindbare Hürden stößt.

Diätetisch wird fast allgemein die Vermeidung aller Reizmittel empfohlen, Einschränkung der Fleischkost, dafür vielfach rein vegetarische Ernährung, mit Bevorzugung der Rohkost.

Der Patient soll sich bei jedem Essen fragen: "Ist das, was ich gerade essen möchte, lebendig oder tot?"

Von Natur aus ist der Mensch nur auf lebendige Nahrung ausgerichtet. Weil sich der Körper gegen tote Nahrung sperrt, umgehen wir diese natürliche Hemmschwelle, in dem wir tote Speisen würzen oder künstlich aromatisieren. Lebendig sind Wildkräuter, Obst, Blatt und Wurzelgemüse. Nur hier finden wir alle Lebensstoffe, wie Vitamine, Enzyme, Mineralien, Spurenelemente und vieles Unbekannte lebensnotwendige mehr. Tod sind verarbeitete Fette und Fleisch, alles Erhitzte, Zucker, Konserven, Kuchen, Brot usw., kurzum, fast alles was sich in den Vorratskammern befindet. Die Qualität der heutigen Nahrungsmittel ist derart schlecht, daß ohne Kostumstellung kaum eine Heilung mehr erzielt werden kann.

Welchen Vorteil die Rohkost bietet, zeigt sich sehr deutlich bei den Schwerkranken. Auf gekochte Kost spürt der Kranke unmittelbar eine Verschlechterung, wenn er zuvor Rohkost gegessen hat.
Als
sinnlos und schädlich sind die sogenannten Fitnesdiäten und Gewichtsreduktionsdiäten einzustufen. Hat man sie beendet, reagiert der Körper in der Regel mit einer Gewichtszunahme. Die Ursache liegt in der Mangelernährung und nicht wie vielfach behautet, an der darauf folgenden Überernährung. Eine Mangelernährung kann sich ein schwer kranker Mensch auf keinen Fall erlauben.


Wer seinen Kostplan umstellen möchte, dem empfehle ich einen Essenszubereitungskurs bei Urs Hochstrasse in der Schweiz.
Herr Hochstrasse versteht es bestens mit Rohkost zauberhafte Gerichte zu fertigen. Auf seiner Internetseite finden Sie eine große Anzahl seiner Rezeptvorschläge. Trotzdem würde ich seinen Zubereitungskurs empfehlen, schon alleine der vielen Köstlichkeiten wegen, die es dort zu essen gibt.
Anschrift: Urs Hochstrasser
                 Dorfstrasse 15
                 CH-5606 Dintikon
Internet:   www.solife.ch

Krebs und Bewegung

Nicht nur eine gesunde Ernährung, auch Bewegung trägt mit zur Genesung der Krebskranken bei. In einigen Studien wurde der positive Einfluß zur Prävention von Dickdarmkrebs eindeutig belegt.

Aber auch bei Gebärmutter-, Prostata- oder Lungenkrebs sank die Erkrankungszahl mit Beginn der körperlichen Aktivität. Bei Brustkrebs sank die Zahl der Neuerkrankungen um
30-40%, wie eine Studie belegen konnte.

Wer körperliche Aktivität verordnet, erreicht dadurch beim Patienten einen höheren Stoffwechsel, leitet Stoffwechselgifte besser aus, begünstigt den Sauerstoffgehalt im Blut und Gewebe und steigert das Immunsystem. Es wird vermutet, daß gerade durch die körperliche Herausforderung, Tumorvernichtungszellen verstärkt produziert werden. Nach meiner Ansicht liegt jedoch der positive Effekt in der Entlastung der Seele, welche die Bewegung mit sich bringt. Selbst während einer Chemotherapie oder nach einer chirurgischen Tumorentfernung, kann körperliche Aktivität noch sehr hilfreich sein.

Die meisten Ärzte verordnen ihren Patienten nach einer Krebstherapie erst einmal Ruhe. Daraufhin stellt sich ein vermindertes Bewegungsniveau bei den meisten Kranken ein, mit der Folge, auf jede kleine Belastung mit Erschöpfung zu reagieren. Auf Grund "neuer" Erkenntnisse wurden in manchen Rehabilitationszentren Laufbänder eingerichtet. Jeder einigermaßen noch vernünftige Mensch wird auf solche Angebote jedoch verzichten, denn die Bewegung an frischer Luft kann doch kein Laufband ersetzen! Sport soll lediglich bei Fieber unterbleiben. Bei Knochenmetastasen kommen unbelastende Bewegungen zum Einsatz (leichte Gymnastik).

Die Bewegung, die immer den gesamten Körper in Anspruch nehmen soll, ist manchmal wichtiger als eine gesunde Ernährung, weswegen diese keinesfalls vernachlässigt werden soll.

 

Psychische Faktoren der Krebsentstehung

Eigentümlich für viele Krebskranke ist, daß sie vor ihrer Erkrankung mit einem Ereignis konfrontiert wurden, über das sie sich nicht hinwegsetzen konnten und das ihre Seele tief belastet, weil Sie keine Bewältigungsstrategie dafür besitzen. Mit dem Kranken eine solche Strategie zu entwerfen, um eventuell sogar einen Sinn in ihrem Leid zu entdecken, kann den Heilungsverlauf günstig beeinflussen. Leider glauben die meisten Krebskranken nicht an sich selbst, denn Verdrängung und Selbstverneinung lassen einen selbstbewußten Umgang mit der eigenen Problematik nicht zu, weshalb Krebskranke nicht selten einem ausgesprochenen Autoritätsglauben unterliegen. Aggressive Impulse behalten sie oftmals für sich, dafür übernimmt dann der Tumor dann das eigentlich Böse.
Der Kranke muß nach dem Sinn des Geschehens fragen, damit er gezielt seine belastende Situation verlassen kann.
Damit der Krebskranke nicht ohnmächtig seinem Umfeld gegenübersteht, soll er sich mit den geistigen und geistlichen Inhalten beschäftigen, die unsere Welt bestimmen, um so möglichst umfassend die komplexe Kausalität zu begreifen, in deren Zusammenhang so mancher Krebs zu finden ist.
Die Krebserkrankung fordert vom Kranken, daß er sich um sich selber kümmert und die Interessen der Andern erst einmal zu Seite stellt.
Was der Kranke unternehmen muß, um seine Selbstheilung auf seelischer Ebene zu aktivieren, kann er dem Fragebogen von Maticek entnehmen. zum Fragebogen (Hinter dem Link steht einer PDF Datei, die Sie unbedenklich herunterladen und ausdrucken können. )

Wenn man geheilte Krebsfälle, insbesondere Spontanheilungen, miteinander vergleicht, haben alle Beteiligten einen grundsätzlichen Lebenswandel hinter sich gebracht. Je weniger der Wandel dem Krebskranken gelingt, um so schlechter gestaltet sich der Krankheitsverlauf.
Gerade dem Krebskranken bietet sich die große Chance, endlich etwas zu verändern, da es auf nichts mehr anzukommen scheint. Als letzte Möglichkeit muß er sich den Mut nehmen, das zu tun, was er schon immer wollte, dann darin liegt seine Heilung. Hier stößt er aber auf sein größtes Problem, denn lieber stirbt der Patient, als daß er seine Einstellung ändert. Eine realistische Lebensbilanz macht sogar noch dem Sterbenskranken mehr Angst als der Tod selbst. Es werden auch keine wirklichen Konsequenzen gezogen, Geizige bleiben geizig, Narzißten bleiben narzißtisch, usw. Die gesellschaftlichen Umstände sind ihnen leider am wichtigsten.
Wenn ein Strukturwandel erfolgt, muß er radikal vollzogen werden. Da waren z.B. Krebskranke, die sind aufgebrochen um auf ihrer Weltreise zu sterben, oder sind von Deutschland nach Südspanien gewandert, oder haben ihren Wohnraum verlassen und schliefen sommers wie winters nur noch im Freien, oder ein Mann ging täglich auf eine Wiese und hatte sich dort wie eine Kuh genährt. Sie gehörten alle zu den aufgegeben Krebsfällen und sind heute wieder gesund.
In der Regel sieht das aber für die meisten Krebskranken anders aus. Der Geizige kommt zu seiner Überzeugung, alles nur noch für sich zu gebrauchen. Wer gerne bemuttert wurde, bindet jetzt das gesamte Umfeld für sich ein. Hilfsbereite Menschen glauben nicht genug getan zu haben. Der Religiöse verlängert seine Gebete. Wer gerne Schuldige sucht, sucht sie erstrecht für seine Krankheit. So findet keine Heilung statt!
Mut zur Eigeninitiative zeigt der Patient, wenn er beim Nichtansprechen der Therapie die Behandlung abbricht, wenn er plötzlich wichtigeres in seinem Leben sieht, als die letzten Wochen in Sprechzimmern und Krankenstationen zu verbringen. Vor solchen Menschen habe ich großen Respekt.

Es gibt eine Geschichte, die sich so zugetragen haben soll: Eine Frau überlebte als einzige einen Flugzeugabsturz. Daraufhin hat sie sich einen lang ersehnten Kindheitstraum erfüllt und trat eine langersehnte Reise an. Am Ort ihrer Wünsche wurde sie von einem Krokodil gefressen.
Die Frau hatte das falsch verstanden. Wer Glück hat, soll einfach nur dankbar sein und sich nicht noch zusätzlich belohnen. Wer aber nichts mehr zu verlieren hat, wie z.B. der Krebskranke, soll endlich tun, was er in seinem Leben schon immer wollte. Darin liegt seine größte Heilungsaussicht.




Appetitverlust bei Krebs


An was stirbt eigentlich der Krebspatient, wenn nur 20% der Kranken an ihrem Tumor sterben? Von der Therapie einmal abgesehen, in überwiegender Zahl an Auszehrung. Zum einen wegen der geringen Nahrungsaufnahme, in folge des Appetitverlustes und andererseits wegen einer Verwertungsstörung der zugeführten Nährstoffe, was zur Aufzehrung der Körperreserven führt.
Eigene Beobachtungen legen den Schluß nahe, daß der Leber dabei eine übergeordnete Rolle zukommt. Leberstörungen lassen sich bei fast allen Tumorkranken nachweißen. Die gängigen Leberwerte GOT, GPT und YGT zeigen diesen Zusammenhang erst im fortgeschrittenen Stadium an. Viel zu wenig berücksichtigt wird die Cholinesterase, die uns sehr zeitig durch ihr Sinken Auskunft über die nachlassende Leberleistung informiert. Das stete Absinken bedeutet immer ein Warnhinweis, auch wenn sich der Laborwert noch im Referenzbereich bewegt.
Hier kann die Therapie nicht früh genug einsetzen. Hat die Cholinesterase erst einmal ihre Talfahrt begonnen, läßt sich der daraus folgende Energiemangel immer schwieriger behandeln. Nach "Max Gerson" sollen die Toxine, die durch den Tumor freigesetzt werden, nicht unerheblich daran beteiligt sein.
Um die Leber vor diesen Toxinen zu schützen, soll jeder Patient 3 X 150 mg Silibinin erhalten. Eine weitere Therapie mit den leberwirksamen Pflanzen wie Aloe, Eupatorium cannabinum (Wasserdost), Quassia amara, Agrimonium eupatoria (Odermennig) ist anzuraten.
Die Leber zusammen mit einem Nierenbegleitprogramm zu behandeln, darf als selbstverständlich gelten. Solange das spezifische Gewicht des Morgenurins nicht unter 1.010 fällt, muß zudem auf eine ausreichende Wasserzufuhr, über den Tag verteilt, geachtet werden.
Bromelain und Pankreasenzyme (vom Schwein) zum Essen , helfen die Nahrung aufzuschlüsseln.
Wurde der Gewichtsverlust erfolgreich gestoppt, gehen die Ketonkörper im Urin auf null zurück. Der Kranke kann dies mit Teststreifen, die er sich aus der Apotheke besorgt, täglich selbst kontrollieren. Gleichzeitig soll er den Urin auf seine Farbe hin begutachten. Ein brauner Urin läßt immer für ein ernsthaftes Leberproblem schließen.

Als Ernährungsplan möchte ich folgendes empfehlen:
Morgens, Mittags und Abends jeweils eine Schüssel Haferschleim (nur mit Wasser angerührt und ohne Salz). Dazu jeweils eine Tablette mit Pankreasenzymen und Bromelain. 60 Minuten später 1 Glas (250ml) Wildkräutersaft. Dieser kann mit selbst gepreßtem Apfelsaft aufgebessert werden. Dazwischen verschiedene Rohkostgerichte, ausgewählt nach der Saison.
Gänzlich verboten sind Konserven, Fleisch, Milch und erhitzte Fette*. Der Rohkostanteil muß mindestens 85% betragen. Wer seine Zutaten nicht aus biologischem Anbau bezieht, für den verringert sich die Chance zu gesunden erheblich.
Reagiert der Kranke auf das Essen mit Übelkeit und Erbrechen, werden die Wildkräutersäfte meist noch gut tollereiert. Alleine reichen Sie jedoch zur Grundversorgung auf längere Zeit nicht aus. Die Speisen müssen dann sehr individuell angepaßt werden.
Hat der Kranke nur noch wenig Energie, bietet sich folgende Nährlösung an:
6 Mandeln aus Bioanbau, frisch gemahlen.
1 Dattel
10 ml frische Kokosmilch**
2 g Johannisbrotmehl (nicht unbedingt erforderlich)

Die Zutaten werden mit 100 ml Wasser im Mixer durchmischt.
Das Getränk darf ungekühlt nicht über 2 Stunden stehen.
Die in der Apotheke erhältliche Sondennahrung kann ich nicht empfehlen, auch wenn die zugesetzten Vitamine vielversprechend wirken. Auf Sondennahrung folgt häufig ein Hefepilzbefall. Erbricht der Kranke regelmäßig, müssen Hefepilze immer mit in Betracht gezogen werden
Wegen der einfachen Diagnose und Behandlung sollte häufiger eine Kontrolle erfolgen.
Wie die Diagnose gestellt wird und welche Therapie darauf folgt, habe ich auf meiner Internetseite "Mykose" ausführlich beschrieben.

Schwierig ist das Kapitel des unstillbaren Erbrechens im fortgeschrittenen Zustand anzusehen. Zu versuchen sind Pfefferminze, Ingwer und Aloe. Hier bin ich für Hinweise sehr dankbar. Da Erbrechen das Bauchwasser reduziert, bin ich mir noch nicht sicher, ob nicht hierin eine Heilungschance gesehen werden kann und alle Medikamente, die dies verhindern, einen Krankheitsschub bewirken.
Läßt das ständige Erbrechen keine Nahrungszufuhr mehr zu, dann können die Kräutersäfte und die von mir angegebene Nährlösung auch über den Darm zugeführt werden.


*
Rohöl in Bioqualität, für die Salatzubereitungen, erhalten Sie von der Zehlendorfer Ölmühle in 88634 Herdwangen. Tel.: 75 57 / 82 09 20  Internet: www.zehlendorfer.com

Der Hinweis auf der Flasche „kalt gepreßt“ ist kein Garant für ein unbehandeltes Öl. Kalt gepreßt werden fast alle Öle, denn kalt gepreßt heiß nicht über 70 C° erhitzt. Ab 45°C verliert das Öl seinen Wert. Der längeren Haltbarkeit wegen werden die Öle hinterher zusätzlich erhitzt. Ein wirklich kalt gepresstes Öl hat einen intensiven Fruchtgeschmack und hält maximal 3 Monate, weil es danach ranzig wird.

**
" Die Kokosnuß hat auf einer Seite drei dunkle Punkte.. Davon läßt sich einer leicht durchstechen und die Milch heraus holen. Danach wird die Nuß entlang ihres Äquators drehend auf einen festen Gegenstand geschlagen. Die Schale fällt dann in zwei Hälften. (Sichtkontrolle auf Schimmelpilze)
" 100g Kokosnuß enthalten, neben anderen wichtigen Inhaltsstoffen, 800 µg Selen.
" Das Koksfleisch wird von den Schwerkranken oft nicht vertragen.

Die Schmerzbehandlung in der Tumortherapie

Tumorkranke klagen häufig über Schmerzen. Bevor man mit einer Schmerzbehandlung beginnt, muß man aber erst einmal Grundlegendes klären. Hat der Kranke tatsächlich quälende Schmerzen oder tut ihm nur etwas weh. Beides unterscheidet sich grundsätzlich voneinander, auch wenn der mehrheitliche Teil der Bevölkerung und leider auch viele Therapeuten, unter beiden Begriffen nicht zu unterscheiden wissen. Wen wundert es dann, wenn die eingeleitete Schmerztherapie mit negativen Folgen verläuft. Unter Weh verstehe ich Zustände, auf die der Kranke auch ohne therapeutische Hilfe selbst Einfluß nehmen kann. Wehklagen kann ein Tumorkranker z.B. wegen einer unpassenden Bettunterlage, einer falschen Körperhaltung oder schlechtem Schuhwerk. Bei bettlägrigen Menschen können es auch Druckstellen sein, oder ein langanhaltender Lymphstau. Allen gemeinsam ist, daß die Beschwerden nachlassen, sobald eine Korrektur der Ursachen erfolgt. Bei einer ungeeigneten Bettunterlage dürften die Beschwerden in den Morgenstunden stärker als am Abend sein. Liegt es an den Schuhen, dürfte Barfußgehen für eine Wohltat sorgen. Eine Haltungskorrektur bei einer schlechten Körperhaltung sorgt für eine spontane Besserung. Das Ausstreichen von ödematösem Gewebe bewirkt Erleichterung, um nur ein paar einfache Beispiele zu nennen. Liegen die Ursachen so einfach auf der Hand, wird jeder medikamentöse Behandlungsversuch für den Kranken nur von Schaden sein. Gerade bei Tumorkranken ist es äußerst wichtig, daß die belastende Medikation so gering wie möglich gehalten wird. Anders sieht es bei den sogenannten Schmerzzuständen aus. Schmerzen sind intensiver, meist andauernd und haben zermürbenden Charakter. Liegt die Ursache dieser Schmerzen tatsächlich immer am Tumor? In der Regel bestanden die Beschwerden schon lange vor der Tumorerkrankung und haben sich bis zur Diagnose nur intensiviert. Eine genaue Befragung ist also immer angebracht! Bei andauernden Schmerzzuständen ist der Auslöser oft nicht direkt ausfindig zu machen, auch wenn er sich auf einen lokalen Bereich beschränkt und was liegt dann näher, als den Tumor dafür schuldig zu sprechen. So kommt es leider immer wieder vor, daß sich manche Therapeuten nicht die geringste Mühe geben, der eigentlichen Ursache auf den Grund zu gehen. Ganz im Gegenteil verordnet man bei den leisesten Beschwerden dem Patienten schon einmal vorab Opiate. Standardisiertes Qualitätsmanagement nennt man diesen Blödsinn. Nicht nur, daß die darauf folgende Obstipation und Wahrnehmungsveränderung negative Folgen für den Kranken hat und seine Moral destabilisiert, auch die Schmerzempfindlichkeit selbst nimmt durch diese Maßnahme erheblich zu.

Warum an der Schmerztherapie, wenn sie einmal eingeleitet wurde, festgehalten wird, von der Suchtkomponente einmal abgesehen, liegt darin begründet, daß beim Absetzen der Medikation erheblich stärkere Schmerzen auftreten, als sie vor der Medikation bestanden haben. Daraus entsteht der Eindruck, das Arzneimittel habe seinen berechtigten Sinn und die Zunahme der Schmerzen hätte man unter der Therapie nur nicht wahrgenommen. Ein unreflektiertes Erklärungsmodell, das Glaubensbekenntnisse abverlangt. Dem Kranken etwas zuzumuten, stößt immer auf heftige Kritik. Der Versuch, den Kranken schmerzfrei sterben zu lassen, findet mehr Zustimmung als der Versuch einer schmerzhaften Heilung. In Anbetracht dessen, was Schmerzmittel auf Dauer bewirken, ist eine medikamentöse Schmerztherapie genauestens abzuwägen. Will man Schmerzmittel nach einer bestimmten Zeit absetzen, muß das immer in kleinen Schritten erfolgen. Die Schritte sollen um so kleiner gehalten werden, je länger die Arzneigabe bereits bestanden hat. Zwei bis vier Wochen sind dafür meistens erforderlich. Opiate und deren Ersatzstoffe sind nur dann einzusetzen, wenn wirklich keine Aussicht auf bessere Tage mehr zu erwarten sind. Dazu kann nur ein Therapeut raten, der den Kranken schon längere Zeit kennt und nicht ein Arzt am Klinikbett. Gerade in Krankenhäusern wird leicht übersehen, wie "gesund" der Patient das Haus betritt und wie krank er es wieder verläßt. Der prognostizierte Krankheitsverlauf verhindert die kritische Selbstreflektion.

Schmerzzustände, deren Ursache mit dem vegetativen Nervensystem im Zusammenhang steht, wie brennen, schneiden, stechen, bohren usw. wir würden hier besser von quälenden Sensationen sprechen, erfahren durch Schmerzmittel so gut wie gar keine Besserung und dennoch wird trotz Symptomverschlechterung weiter daran festgehalten. Die Schmerzmittelgabe selbst, so konnte ich beobachten, ist die Ursache, die den Zustand ins Unerträgliche treibt.
Wenn der Kranke Schmerzen äußert, muß man genauestens nach den Ursachen forschen, und hier steht das Abtasten des Körpers an erster Stelle. Und fragen Sie bitte ihren Patienten wie sich der Schmerz im Tagesverlauf verändert. Auch hieraus können Rückschlüsse gezogen werden. Ich akzeptiere an dieser Stelle die Kritik, daß einige Patienten zu einer solchen Selbstreflektion nicht befähigt sind. Das ist aber kein Grund, alle Kranken gleich zu behandeln. Ein Therapeut muß auch in der Lage sein zu erkennen, welcher Patient zur Mitarbeit befähigt ist und welcher nicht und entsprechend sein Vorgehen anpassen. Bei lokalen Ursachen und örtlich begrenzter Schmerzlokalisation müssen zuerst einmal alle physikalischen Möglichkeiten ausgeschöpft werden, insbesondere jene, die der Kranke selbst ergreifen kann. Manchmal hilft eine Wärmflasche oder das Einreiben mit Franz-Brandwein mehr, als ein Opiat. Versuchen Sie es auch einmal mit 5-10 %,tiger Arnikalösung zum Einreiben (Hautreizung beachten). Führen diese Maßnahmen zu keinem befriedigendem Erfolg, was auch an der mangelnden Mitarbeit des Kranken liegen kann, beginnen wir mit lokaler Elektrotherapie (Reizstrom) oder medikamentöser Lokalbehandlung. Auch die Procaininjektion soll nicht unversucht bleiben. Sollte auch hier der Erfolg nur ein dürftiger sein, ist der Kranke über die Folgen jeder weiteren Therapiemaßnahme genaustens zu informieren. Ist er bereit den momentanen Zustand noch zu ertragen, oder erklärt er sich bereit Lebensqualitäten in anderen Bereichen zu opfern. Wer mit seiner Prognose mit Schlimmerem droht, erpresst den Kranken. Was der Krankheitsverlauf noch bringen kann, hat beim Kranken nicht als müssen anzukommen.
Selbst wenn nur noch eine kurze Lebensspanne zu erwarten ist, wird der Kranke beraten und er selbst hat über jede weitere Maßnahme zu entscheiden. Eine nebenwirkungsfreie Arzneigabe gibt es in diesem Bereich nicht! Es ist auch keine gute Methode, die Nebenwirkungen eines Medikamentes mit einem anderen Medikament gleich mitzutherapieren, wie das heute gerne gemacht wird. Wenn man behauptet, die Opiate wirken sich nicht schädlich auf das Nieren und Lebersystem aus, so machen sie es indirekt doch. In der naturheilkundlich orientierten Praxis sind Obstipation, Gallenstau und reduzierter Harnfluß nicht zu akzeptieren. Was diese Medikamente verursachen, muß schon vor jedem weiteren Therapieansatz ausgeräumt sein.

Wirkliche Beschwerdefreiheit durch Medikation, gelingt nur bei wenigen Patienten (ich kenne zumindest keinen Fall, wo das wirklich gut gelungen ist), das muß man auch einmal ganz offen aussprechen. Wenn der Kranke unter Morphium nicht mehr klagt, kann das nicht gleich als Erfolg bezeichnet werden, ohne ihn nach seinem tatsächlichen Zustand befragt zu haben. Es muß akzeptiert werden, ob ein Kranker mit oder ohne Schmerzen sterben möchte, selbst dann, wenn wir ihn für nicht mehr zurechnungsfähig betrachten. Die Kranken sind viel mehr bereit etwas zu tragen, als es hysterische Angehörige und Therapeuten glauben machen möchten.

Tumormarker

Ihre klinische Bedeutung für die Beurteilung der Therapie

Tumormarker müssen vor Beginn einer Therapie bestimmt werden, um den Therapieverlauf zu dokumentieren. Gerade, wenn belastende Therapieverfahren zur Anwendung kommen, ist es wichtig, sich den Therapieerfolg bestätigen zu lassen; denn eine belastende Therapie, die keinen Erfolg verspricht, hat erheblichen Anteil an den unangenehmen Folgen, die eine Krebserkrankung mit sich bringt.

Grundsätzlich sollte eine therapeutische Entscheidung nicht nur nach einem Tumormarker getroffen werden. Bei der Verlaufskontrolle ist zu beachten, wenn der ursprüngliche Tumor entfernt wurde, Metastasen gelegentlich andere Tumorantigene freisetzen, daß der alte Marker einen falsch negativen Befund liefert, weil die Metastasen nicht mehr dem selben Tumorgewebe entsprechen bzw, es sich nicht mehr um die gleichen Tumorzellen handelt. Diese Feststellung sollte uns eigentlich die Theorie der Metastasenentstehung überdenken lassen.

Tumormarkerkombination

Stadium

Verlauf

Bauchspeicheldrüse

Ca 19-9 / TPA / CEA

CEA

CA 19-9 / CEA

Blase

TPA / CEA

TPA / CEA

Brust (Mamma)

CA 15-3 / CEA / TPA

alle geeignet

alle geeignet

Darm

CEA / CA 19-9 / TPA

CEA

alle geeignet

Eierstock

CA 125 / CA 72-4 / CA 19-9 / TPA

alle geeignet

alle geeignet

Gebärmutter

SCC (TPA)

 

SCC

Hoden

AFP / HCG / SCC

AFP / HCG / SCC

Leber/Galle

AFP / CA 19-9 / CA 50 / CA 50 / CEA

AFP / CA 19-9 / CA 50 / CA 50 / CEA

Lunge

NSE / SCC / TPA / CEA / CYFRA 21-1

NSE / SCC / TPA /
CYFRA 21-1

Magen

CA 19-9 / CA 50

CEA

CA 19-9 / CA 50 / TPA

Prostata

PSA / (PAP) TPA

PSA

PSA

Schilddrüse

Calcitonin / (TPA)

Calcitonin / TPA

Speiseröhre

SCC / (CEA)

SCC


Tumormarkerkombination: Bei vielen Tumoren werden besonders im Anfangsstadium normale Werte gemessen. Hier kann es sinnvoll sein, mehrere Tumormarker auf einmal auszutesten, um aussagefähige Tumormarker für die Verlaufskontrolle zu besitzen.

Stadium: Die Höhe des Tumormarkers läßt auf die Tumormasse schließen.

Verlauf: Nach der Entfernung des Tumors, bzw. Chemo-/Radiotherapie, sinkt der Tumormarker nach 3 - 8 Wochen auf seinen Normwert, abhängig von seiner Halbwertszeit. Bei nur geringem Abfall mit anschließendem Wiederanstieg wurde der Tumor entweder ungenügend entfernt oder es besteht eine Metastasierung. Steigt der Tumormarker trotz Therapie weiterhin an, ist die Therapie zu überdenken.

Die Kontrolle der Tumormarker muß anfänglich monatlich erfolgen. Nach einem halben Jahr vierteljährlich und nach einem Jahr halbjährlich.

Achtung:

Gelegentlich lassen sich auch beim "gesunden" Menschen leicht erhöhte Tumormarker nachweisen, obwohl kein Tumor gefunden werden kann. Diese Werte haben eine leicht schwankende, aber keine steigende Tendenz.


TPA
Das TPA (Tissue Polypeptide Antigen) ist ein unspezifischer Tumormarker, der als "Aktivitätsmarker" gewertet werden kann. Im Vergleich zu anderen Markern ist er sehr sensitiv und kündigt einen wachsenden Tumor häufig lange vor seinem Auftreten an.
Der Serumspiegel korreliert in aller Regel mit der Wachstumsaktivität des Tumorgeschehens. Ein ansteigender TPA-Wert ist ein recht zuverlässiges Signal für eine Aktivität maligner Zellverbände, wo hingegen ein Abfall des TPA meist mit einer erfolgreichen Therapie einhergeht. Der traurige Grund, weshalb der Marker so selten zum Einsatz kommt.
Der Normalwert beträgt maximal 83 U/ml

Das PSA wird zur Vorsorgeuntersuchung herangezogen. Ansonsten werden allgemein keine Tumormarker zur Vorsorgeuntersuchung empfohlen, weil sie keine spezifischen Hinweise geben. Der stetige Anstieg eines Tumormarkers gibt aber Anlaß danach zu suchen!


Blutserumwerte:
Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen, Kupfer
Der Eisen – Kupferquotient weist auf einen Krebsverdacht. Die Quotienten Na, Ka, Ca, Mg zeigen sehr deutlich an, wie gut der Organismus das Krankheitsgeschehen noch kompensieren kann. Bei einer Vitalitätssteigerung verbessern sich unverzüglich die Quotienten, als auch in umgekehrter Richtung bei einem Vitalitätsverlust. Inwieweit sich die einzelnen Mineralstoffe im Normbereich bewegen, spielt dabei eine untergeordnete Rolle.

Tumorverdacht über den Eisen- Kupferquotienten

Fe/Cu

0.6 - 1.4

Kleiner als 0.6 läßt eine Entzündung im Körper vermuten oder weist auf einen Tumor hin. Unter 0.4 solle ein Tumortest durchgeführt werden.

Liegt der Wert über 1.4, ist eine Leberstörungen zu vermuten.

Wer mein kleines Rechenprogramm für den Vitalitätstest nutzen möchte, sende mir eine Mail. Schreiben Sie in die Betreffzeile bitte „Vitalitätstest“.

Allgemeines und wenig bekanntes über die derzeitige Krebstherapie, am Beispiel des
Mammakarzinoms

In dem Buch "Tumorhandbuch - Pathologie und Klinik der menschlichen Tumore" von Prof. Dr. Harald Nolternius, erschienen1985, finden sich Inhalte, auf die ich aufmerksam machen möchte.
Dort heißt es z.B.: "Bei 47,1% der Frauen mit Mammakarzinom, welche sich keiner Behandlung unterziehen, bilden sich keine Metastasen. Bei den behandelten Frauen waren es lediglich 14,6%, die frei von Metastasen blieben. Die unbehandelten Frauen bildeten deshalb keine Metastasen, weil sie eine kurze Lebenserwartung haben." - Das stimmt nicht! Daten, welche diese Vermutung bestätigen, wurden nicht erhoben. Außerdem, so meine ich, sterben die Behandelten wesentlich schneller bei einem progredienten Verlauf. -

Das Erstaunliche an der Untersuchung aber war, daß von den unbehandelten Frauen lediglich 25% an einer tumorabhängigen Erkrankung starben. Leider läßt uns die Studie in dieser wichtigen Frage im Dunkeln, woran die Frauen denn letztendlich gestorben sind. (Nach meiner Erfahrung an Leberversagen)
Weiter heißt es: "Die 5-Jahre-Überlebenszeit betrug bei dem unbehandelten Mammakarzinom nach Symptombeginn (was immer das heißen mag) 18%, die mittlere Überlebenszeit lag bei 2,5 Jahren."

Die Überlebensfrage der behandelnden Frauen möchte ich anhand eines neueren Berichts darlegen. Aus dem Buch "Gynäkologische Onkologie" von Prof. Dr. med.- Schmidt-Matthiesen, Bastert und Wallwiener, das im Jahr 2000 aufgelegt wurde, finden wir verschiedene Hinweise, welche die Überlebensrate der behandelten Frauen betriffen.
Insgesamt kann dem Buch keine eindeutige Aussage über den Therapie-Erfolg entnommen werden, weil kein einheitlicher Terminus bestand. Zum einen wird eine Heilungsrate von 35-40% erwähnt; im Anschluß daran weist man auf eine 5-Jahres-Überlebensrate von 50% hin. Die 10-Jahre-Überlebensrate lag nur noch bei ca. 30%. Heilen und Überlebensrate scheint in der Onkologie etwas Gleichbedeutendes zu sein. An anderer Stelle wird eine dauerhafte Heilung bei Brustkrebs ausgeschlossen.
Sortieren wir die Krebspatientinnen nach dem Schweregrad ihrer Erkrankung, so finden wir bei den Patientinnen mit multiplen Metastasen eine mittlere Überlebenszeit von 1,5 bis 2 Jahren, auch wenn die Therapie einzelne Tumore zum Schwinden bringt. Wie oft mit Metastasen gerechnet werden muß, wird leider nur mit häufig angegeben. In der etwas älteren Literatur finden wir dazu Zahlen von 60% bis 85%.

All diese Ergebnisse sollen die betroffenen Frauen nicht in Hoffnungslosigkeit stürzen. Halten wir uns nochmals vor Augen: "Bei 47% aller Frauen ohne Therapie, entstehen überhaupt keine Metastasen. Die von Prof. Nolternius beobachteten Frauen, die sich keiner Behandlung unterzogen, starben zu 75% nicht an einer tumorverursachenden Erkrankung." Daraus läßt sich leicht ableiten, daß
1. der Tumor als Zeichen einer bestehenden Grunderkrankung verstanden werden muß, die in der konventionellen Therapie unberücksichtigt bleibt und
2. der Tumor keine lokale Erkrankung darstellt und deswegen die Tumorentfernung noch keinen Erfolg auf Heilung verspricht.

   Machen wir einen Sprung zu Steffen Theobald aus Freiburg, der einen Bericht in der "Medizinischen Monatsschrift für Pharmazeuten" Heft 12 2001 zum Thema "Ernährung und Krebsprävention" veröffentlichte. In diesem Bericht finden wir zu lesen: Die Ernährung ist zu 30% und mangelnde Bewegung zu 6% an der Krebsentstehung beteiligt. Beim Mammakarzinom ist bei niedriger Schätzung die Ernährung zu 33%, wahrscheinlich aber zu 50% am Krebsgeschehen beteiligt. Diese Zahlen finden sich auch in anderen wissenschaftlichen Publikationen.
Alle Frauen, die ihren Brustkrebs unbeschadet überstanden oder mit einer langen Überlebenszeit zu rechnen hatten, verbindet eines gemeinsam: sie sind oder waren aktiv an der Therapie beteiligt. Das Ändern bisheriger Lebensgewohnheiten steht im Vordergrund aller Überlebenden. Vom schlechten Ausgang der Erkrankung sind vor allen Dingen die Kranken betroffen, welche sich in die Obhut eines Therapeuten begeben und damit glauben, alles Menschenmögliche für sich getan zu haben. Diese Eigenschaft scheint auch das prognostisch schlechte Bild der einzelnen Studien zu bestimmen, denn ein selbstständiger Mensch bleibt ja nicht dort, wo ihm nicht geholfen wird. Insgesamt stellt die mangelnde Reflektiertheit das Hauptproblem der meisten Kranken.
Leider fallen alle Kranke, die unkonventionelle Wege gehen oder sich jeder Therapie entziehen, statistisch unter den Tisch. Die Ergebnisse von Prof. Nolternius sollen uns zeigen, daß keine überstürzte Eile beim Verdacht auf ein Mammakarzinom geboten ist. Einer schnellen Entfernung des Tumors würde ich erst dann zustimmen, wenn ein rapides oder stetiges Wachstum festgestellt werden kann, das sich mit natürlichen Methoden nicht aufhalten läßt. Auch natürliche Methoden müssen den Tumor zum Stillstand bringen, sonst muß die Therapie verworfen werden. Bevor ein Tumor abgebaut wird, kann es kurzfristig (ca. 1-2 Woche) zum Anschwellen der Tumormasse kommen. Die Tumormarker steigen dabei nicht an.

Zum Schluß noch den Abschnitt "Erfolgsbeurteilung und Konsequenzen", aus dem Buch "Gynäkologische Onkologie".
Die Änderung einer individuell ausgewählten Therapie bedarf ernsthafter Überlegung und Rechtfertigung. Sie ist unvermeidbar (Änderung der Therapie), wenn Unverträglichkeit oder fehlende Akzeptanz dazu zwingen. Ferner ist offensichtliche Unwirksamkeit eine Indikation zur Therapieumstellung.
Verkürzt heißt es weiter: "Wenn die Tumormarker 6 Wochen nach der ersten Chemotherapie und 4 Wochen nach der 2 Chemotherapie keinen Abfall zeigen, muß die Therapie überdacht werden." Richtig müßte es eigentlich heißen: “...... unverzüglich abgebrochen werden”, denn was gibt es bei einem so belastenden Eingriff noch zu überdenken, an dem so viele Krebskranke qualvoll zugrunde gehen?

(Wenn mir Krebskranke, die jede Behandlung abgelehnt haben, kurz berichten würden, wäre ich sehr dankbar.)

Hinweis:

Wer bei schwerer Erkrankung therapeutische Maßnahmen ergreift, soll sich vorher die ernsthafte Frage stellen: "Wieviel Zeit bleibt noch zum Leben". Es geht nicht darum, wie lange der Kranke vordergründig leben möchte, sondern wie viel Zeit zum Leben noch verbleibt. Ist der Mensch am Ende seines Lebens angekommen, dann dürfen wir nicht versuchen, in das Schicksal einzugreifen, sondern müssen den Tod als das begreifen, was er ist. Ein stetiger Begleiter, der beim Sterben die Hand nach uns streckt. Ja zu sagen zum Tod, sich ihm anvertrauen, das gibt dem Menschen noch einmal Kraft. Kraft, die wir benötigen, um Abschied zu nehmen. Wer käme auf den Gedanken, den Sterbenden seines Sterbens wegen zu trösten, denn in unserem Inneren spüren wir das unverrückbare Notwendige, das da wirkt. Wenn das Ende bevorsteht, dann sind alle Maßnahmen zu verwerfen, die auf eine Genesung ausgerichtet sind.

Der Traum kündigt den nahenden Tod an! In den tiefen Schichten der Seele steht schon fest, was kommen wird. Das Unterbewußtsein verschafft sich Gehör. Verdrängungsmechanismen haben im Traum keine Chance. Diese Träume machen keine Angst, wie es viele vermuten, sondern geben Kraft und Zuversicht.
Die Schemata gleichen sich immer im näheren Kulturkreis: Die Betroffenen werden abgeholt, von guten bereits verstorbenen Bekannten und anderen guten Menschen und natürlich vom Tod in verschiedener Gestalt, immer als Freund und Begleiter.

Kann man das alles als Versagen bezeichnen, der Tod als großes Versagen in der Medizin? – ich meine nicht.
Wieviel mehr Kraft und Würde besitzt ein alter oder kranker Mensch, der des morgens versichert, heute am Ende des Lebens angekommen zu sein und Abschied nimmt, gegenüber dem, der versucht, mit Gesundheitsmaßnahmen sein von Angst geprägtes Leben hinauszuzögern.

 

Internetadressen:

www.Strophanthin.de Ein vergessenes Herzmedikament

www.evibase.de Internetseite eines med. Journalisten

Barbara Duden Die Verkrebsung

Mammographie

 

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Wie die Medizin-Industrie ständig Seuchen erfindet auf Kosten der Allgemeinheit.

Glaubt man den Medien, so steht die Menschheit wieder vor dem Abgrund einer tödlichen Epidemie. Mit einer angsteinflößenden Propaganda werden Tausende von Menschen einer mehr als zweifelhaften und nicht selten todbringenden Therapie zugeführt. Für die angeblichen Krankheitsursachen gibt es keinerlei Beweise und die eigentlichen Ursachen werden nicht erforscht.
Was hat das Buch mit Krebs zu tun? Die Denkweise und die Ignoranz in der Medizin sind überall gleich, auch in der Krebstherapie.

Erschienen im Emu -Verlag

von Torsten Engelbrecht und
       Claus Köhnlein

ISBN 3-89189-147-4

Adrenalinmangel als Ursache der Krebsentstehung

Frau Dr. med. Waltraut Fryda hat bis in ihr hohes Alter sehr Erfolgreich Krebspatienten therapiert und geheilt. Aufgrund ihres Alters möchte sie heute nicht mehr tätig sein. Was vom Buchtitel eher schulmedizinisch klingt, läßt sich auf eine einfachere Formel bringen. Reguliere den Säuregehalt im Gewebe und lebe vollkommen gesund.
Frau W. Fryda hat während ihrer Praxisjahre wahre Wunder vollbracht, selbst in angeblich aussichtslosen Fällen.

Erschienen im
Kunst & Alltag Verlag

von W. Fryda

ISDN: 3-88410-079-3

 

Die Nemesis der Medizin

Die Kritik der Medikalisierung des Lebens
(Sehr zu empfehlen, aber nicht auf die Schnelle zu lesen)


Mehr Medizin bedeutet nicht mehr Gesundheit, sondern ein Geschäft, wo der Kranke Kunde bleiben muß.

Ivan Illich verstarb am 2.12.02 im Alter von 76 Jahren, nach 18 Jahren Krebserkrankung. Aber nicht an seiner Krankheit, wie fälschlicherweise in den Zeitungen berichtet wurde, sondern er ist aus seinem Schlaf nicht mehr erwacht. Damit hat Ivan Illich gezeigt (das war nicht seine Absicht), daß sich ohne Behandlung die Lebenserwartung sich nicht automatisch reduziert. Mit Behandlung wurde ihm noch eine kurze Lebenszeit zugestanden, ohne Behandlung der unmittelbare Tod.

Erschienen im Beck-Verlag

von Ivan Illich

Euro 12,50

ISBN 3-406-39204-0

„Fragwürdige Chemotherapie

Ein Muß für alle, die sich auf das Abenteuer Krebstherapie einlassen.

Das Buch richtet sich an Ärzte und Patienten gleichermaßen.

Erschienen im Haug-Verlag

von Dr. Ralph W Moss

EUR 17,95

ISBN 3830408706



Marianne Gronemeyer
Das Leben als letzte Gelegenheit
Sicherheitsbedürfnis und Zeitknappheit

Auch wenn es in der Abhandlung nicht um Krebs geht, Frau Gronemyer zeigt sehr deutlich, wie der Wunsch nach mehr Leben das Leben systematisch zerstört. - ein leicht verständliches und erstklassiges Buch

 

Dr. Max Gerson
Eine Krebstherapie 50 geheilte Fälle
Das Buch gehört in jede naturheilkundlich orientierte Praxis. Ergänzend möchte ich jedoch bemerken:
Dr. Max Gerson hatte bereits früh erkannt, daß mit Gemüse aus konventionellem Anbau keine Heilung zu erzielen war. Die Therapie mit Lebersaft und Leberinjektionen war eine wertvolle Kompensation. Nachdem die Leberpräparate in der Form nicht mehr zur Verfügung stehen, verwendet man heute Gemüse aus biologischem Anbau und benützt Leber in Tablettenform.
Die alten Leberinjektionen wurden von mir noch bis zur Marktbereinigung eingesetzt. Die Wirkung war unglaublich gut, ein Vergleich mit Leberkapseln halte ich nicht für gerechtfertigt.
Momentan gibt es ein Präparat zu Injektion mit dem Namen " FACTOR AF2 ", das
ein Leber-Milz-Extrakt von 50 mg enthält. Leider kann ich auf keine Erfahrung zurückgreifen und wäre für Hinweise sehr dankbar.
Was das Gemüse aus biologischem Anbau betrifft, so müssen auch hier einige Abstriche getan werden. Im Bioanbau halten zunehmend moderne Pflanzenzüchtungen Einzug, die sich zur Krebstherapie nicht eignen. Zudem wird auch im Bioanbau auf künstlichem Untergrund gepflanzt und die Pflanzen mit Nährlösung (biologischer) versorgt. Wer die Therapie nach Gerson aufnehmen möchte, wird mit Wildkräutersäften einen besseren Erfolg erzielen. In der Regel entfalten die Wildkräuter bereits nach 3 Tagen deutlich ihre Wirkung. Wer seine Schlecht-Kost nicht aufgibt, bei dem können die Kräutersäfte ihre volle Wirkung nicht entfalten. Ohne Nahrungsumstellung gibt es keine Heilung. Die negative Erfahrung mit Nahrungsergänzungsmitteln und anderen Vitaminbomben teile ich und wird heute von mir ebenfalls abgelehnt.

Waldhausenverlag
ISBN 3-89881-013-5



Wer den Zusammenhang von Gesund- und Kranksein verstehen möchte, dem empfiehlt sich mein Buch "Das urzeitliche Heilprinzip"







 



ISBN: 978-3-8391-2953-1

192 Seiten Preis: 13,60 Euro

 

Wundermittel

Noch etwas zu dem angeblichen Wundermedikamenten
Vitamin B17, auch Amygdalin oder Laetrile genannt:
In Deutschland ist es verboten. Einige Krebskranke sollen es sich aus dem Ausland (Holland) besorgt und mit Erfolg angewendet haben. Wenige Kliniken wenden das Medikament bereits an. Drei Monate lang soll es eingenommen werden, 500mg sechs mal am Tag. Bittere Aprikosenkerne sollen die gleiche Wirkung haben. Leider habe ich von den angeblich Geheilten, die ich bisher angeschrieben habe, keine Rückmeldung bekommen oder sie haben mir die Auskunft verweigert. Jetzt habe ich die Kerne einfach einmal selbst probiert. Die Giftigkeit der Kerne, wovor immer wieder gewarnt wird, kann ich nicht bestätigen. Ohne Probleme kann ich mehrere Kerne auf einmal essen, (täglich 20 Kerne verteilt) ohne die geringsten Nebenerscheinungen. Ganz im Gegenteil, sie bekommen mir sogar recht gut. Eine Frau hat mir berichtet, daß ihre Mäuse die bitteren Aprikosenkerne den süßen Aprikosenkerne sogar vorziehen.


Rechtsregulat®:
Gepriesen als Allheilmittel, das jede andere Therapie scheinbar überflüssig macht. Nach meine bisherigen Erfahrung lockert es, lokat aufgetragen, die tastbaren Tumore im Unterhautgewebe. Wirklich abgewinnen konnte ich dem Mittel nichts. Bei den Patienten, die darauf schwören, konnte ich weder eine objetivierbare Besserung, noch einen Tumorrückgang feststellen. Der Snobeffekt und die hohe Erwartung durch eine geschickte Werbung scheinen das Präparat zu favorisieren. Die äußerliche Anwendung bei lokalen Schmerzzuständen ist manchmal gerechtfertigt.

Dr. Hamer:
Dr. Ryke Geerd Hamer war lange Zeit wegen seiner Ansichten in Frankreich inhaftiert. Dass hier Unrecht geschah möchte ich nicht bezweifeln, auch wenn die Straftatbestände aus juristischer Sicht zu Recht vielleicht erhoben wurden.
Was Dr. Hamer über die Krebsentstehung sagt, muß wissenschaftlich überprüft werden. Wobei ich hinzufügen muß, daß er nicht der erste und einzige Vertreter dieser Theorie ist. In Amerika wurde bereits vor einigen Jahren von Psychologen ein Testverfahren entwickelt, mit dem z.B. in einer Lungenklinik 100% aller Lungenkrebskranken ermittelt werden konnten. Andere Krebsarten waren nicht so signifikant, aber hatten ebenfalls sehr hohe Trefferraten. Auch damals war es sehr schwer, eine Klinik zu finden, die sich bereit erkläre, das Testverfahren zu prüfen. Die Kliniken bestanden darauf, in der Studie nicht benannt zu werden. Der größte Gegner eines Strukturwandels ist der Sachzwang. Folglich wird sich auch in der aktuellen Situation niemand bereit erklären, die Theorien von Dr. Hammer wissenschaftlich zu prüfen. Wer gegen einen Sachzwang verstößt, riskiert für immer ausgestoßen zu werden. Seine Ausführungen finde ich interessant, von seiner vielleicht paranoiden Verschwörungstheorie, daß die Todesrate bei Krebstoten extra forciert wird, möchte ich mich natürlich distanzieren. Inzwischen haben sich Fraktionen gebildet die Pro und Contra feindlich diskutieren (dumme Systemverteidigung).
Wenn Dr. Hamer aus seiner Theorie ableitet, daß 90% aller Krebskranken geheilt werden könnten, dann halte ich das für eine ungeprüfte Behauptung. Das Aufdecken der Ursache reicht nicht aus, um einen seelischen Konflikt zu lösen. Dazu müßte sich erst die psychische Grundstruktur und die Situation des Krebskranken grundlegend ändern, die einen solchen Konflikt überhaupt erst möglich macht. Manchmal wird durch das erneute Aufleben des Konflikts sogar der Gesundheitszustand verschlechtert. Skeptisch bin ich Dr. Hamer gegenüber, weil ein so kluger Mann wie er, es bis auf den heutigen Tag versäumt hat den Heilungsverlauf seiner Patienten wissenschaftlich zu dokumentieren und zu veröffentlichen. Ob diese Dokumentation von einer Universität abgesegnet sind oder nicht, dürfte erstmal keine Rolle spielen. Was Dr. Hamer mit seiner Schichtaufnahme des Gehirns zutage fördert, ist auf den ersten Blick beeindruckend. Damit Dr. Hamer ernst genommen werden kann, darf er solange nicht von Heilung sprechen, wie es keine Geheilten gibt, die ihm den Rücken stärken. An Zulauf Krebskranker hat es ihm ja nicht gefehlt. Mit der tiefenpsychologischen Traumanalyse habe ich einmal versucht, an diese Konflikte heran zu kommen. Die Kranken waren nicht bereit, ihre Einstellung zu ändern, um den Konflikt überhaupt lösen zu können. Manchmal habe ich sogar den Eindruck, als wenn bei manchen Krebskranken eine heimliche Todessehnsucht besteht.
Wenn es um das Thema Krebs und Psyche geht, dann brauchen wir nicht unbedingt Dr. Hamer zu konsultieren, der mit seinen Äußerungen dem Thema eigentlich nur schadet. Wir müssen noch nicht einmal in andere Länder ausweichen, um das Thema wissenschaftlich betrachtet zu finden. Dr. med. Dr. phil. Ronald Grossarth-Maticek hat sich diesem Thema in Deutschland bereits in den siebziger Jahren gewidmet und ist in seiner Studie auf interessante Ergebnisse gestoßen. Die Ergebnisse wurden in seinem Buch „Soziales Verhalten und die Krebserkrankung“ veröffentlicht. Die Forschungsergebnisse wurden damals mit von der Deutschen Krebshilfe finanziert, unter Zustimmung und viel Lob von Prof. Dr. Johannes Siegrist von der Universität Marburg, von Prof. Dr. med Helm Stierling von der Universität Heidelberg, von Prof. Dr. Ott Chefarzt des Krankenhauses Bad Godesberg und Prof. med. Wagner vom Deutschen Krebsforschungszentrum. Warum diese Ergebnisse zu keinem Umdenken in der Krebsbehandlung führten, obwohl das alle beteiligten erwarteten, bleibt unverständlich.
Zu guter letzt ein Ausschnitt aus Grossarth-Maticek Buch das 1979 im Beltz Verlag erschien:
„Ich konnte in meinem prospektiv- retrospektiven Forschungsprogramm die emotionale Stressreaktion vor und nach dem Ausbruch der Krankheit unterscheiden. Daraus ergeben sich bestimmte Konsequenzen für die präventive und die kurative Therapie. Die emotionale Stressreaktion ist nämlich grundverschieden vor dem Ausbruch der Krankheit und danach. Ich konnte nachweisen, daß von Krebspatienten negative und erschütternde Lebensereignisse erst nach dem Krankheitsausbruch verdrängt und verneint werden. Dasselbe trifft auch auf internistisch erkrankte Patienten zu. Ich konnte weiterhin nachweisen, daß die Krebspatienten vor dem Ausbruch der Krankheit bewußt niedergeschlagen und hoffnungslos waren und die fällige Verhinderung ihrer Gefühls- und Bedürfnisäußerung im sozialen Bereich schmerzhaft erlebt hatten. ......Die Krebspatienten waren durch massiv auftretende, negative Lebensereignisse, innere Hemmungen oder Verpflichtungen gegenüber anderen Personen nicht mehr in der Lage, ihre wichtigsten Bedürfnisse und Gefühle aus den verschiedensten Gründen zu äußern und zu befriedigen. Vor dem Eintreten dieses Zustandes hatten sie oft sogar eine gute Integration zwischen Einsicht, sozialer Interaktion und Bedürfnis.
Nun wird das Problem noch komplexer. In meinen prospektiven und retrospektiven Studien konnte ich nachweisen, daß der psychische Stress allein nicht ausreicht, um das Krebsproblem auszulösen. Dazu muß ein exzessives und gesundheitsschädliches Verhalten hinzukommen, das ich "exponierendes Verhalten" nenne. Das heißt, das Individuum muß sich aufgrund seiner psychologischen Stresstruktur umweltschädigenden Faktoren aussetzen, exzessiven Mißbrauch mit Genußgiften und Medikamenten betreiben, hyperaktiv sein mit geringer Tendenz, sich auszuruhen und zu erholen. Es muß Krankheitszeichen und Symptome überspielen und nicht wahrnehmen, trotz Krankheitsanzeichen angepaßt und pflichtbewußt sein. Wenn dies alles nicht der Fall ist, entwickelt sich kein Krebs, wie es Bahnson annimmt, sondern eine bloße Verhaltensstörung.
Für meine therapeutische Konsequenz ist es besonders wichtig, daß exponierendes Verhalten zusammen mit der Blockade der Gefühls- und Bedürfnisäußerung im sozialen Rahmen Hand in Hand gehen muß, damit sich der Krebs entwickeln kann. Der eine oder der zweite Faktor allein reicht meistens für die Krebsgenese nicht aus. Das würde heißen, wenn nur ein Faktor, d.h. das exponierende Verhalten oder die psychosoziale Stresstruktur durch Therapie beseitigt wird, dann verringert sich die Chance, Krebs zu entwickeln, um ein Vielfaches.
.......Während Bahnson, Kissen, Greene, usw. die Verneinung und Verdrängung als einen Faktor der Krebsentstehung betrachten, konnte ich in meinem prospektiv-retrospektiven Forschungsprogramm nachweisen, daß die Krebskandidaten viel mehr negative Aspekte und Konflikte zugeben als dieselben Personen, nachdem sie an Krebs erkrankt sind. Verdrängung und Verneinung in einem hohen Grade erscheinen als Folge der Krebserkrankung. Nun habe ich Krebspatienten selbst prospektiv verfolgt, um herauszufinden, welche am ehesten sterben. Die Patienten, die Konflikte verdrängen und negative Aspekte verneinen, auf ein Ziel in der Arbeit oder in der Gesellschaft ausgerichtet und sozial gut integriert sind, leben erheblich länger als die, die Konflikte in hohem Maße zugeben, aber von denen niedergeschlagen sind und die sozial nicht integriert sind. Verdrängung erscheint also nur als eine letzte Mobilisierung der Energie im Kampf gegen die Krankheit und spielt für die Prognose eine günstige Rolle. Hier hat die Psychoanalyse ein Modell aus der Neurosenlehre, in der Verdrängung und Verneinung mit Sicherheit eine Verschlechterung der Krankheit bedeuten, empirisch ungesichert und spekulativ auf das Krebsproblem übertragen.
Ich wollte den Weg nicht beschreiten, irgendeinen psychischen Allgemeinzustand (Hoffnungslosigkeit, Depression, Verdrängung, Verneinung) mit der Krebsgenese oder einer anderen Krankheitsentwicklung direkt in Beziehung zu bringen. Ich habe mich demgegenüber gefragt, gibt es einen Prozeß, einen funktionalen Zustand im sozial- psychophysiologischen Individuum, der mit der Krebsgenese und anderen spezifischen Krankheitsentwicklungen zusammenhängt und der sich dann mal als Hoffnungslosigkeit, mal als Reizbarkeit, mal als Depression und Verzweiflung, usw. ausdrücken kann. Ich glaube, diesen funktionalen Zustand bei Krebspatienten gefunden zu haben und nannte ihn ’chronische Blockade der Bedürfnis- und Gefühlsäußerung im sozialen Rahmen’. Damit wollte ich folgenden Zustand umschreiben: Ein jeder Mensch hat in der Sozialisation für ihn wichtige ’und zentrale Bedürfnisse ausgebildet. Diese Bedürfnisse stehen mit vielen alltäglichen Bedürfnissen in gegenseitiger Beeinflussung und dies nenne ich den ’Bedürfnisfluß’. Wenn nun durch innere, in der Sozialisation entstandene Hemmungen oder durch aktuelle soziale Hindernisse die für das Individuum wichtigsten Bedürfnisse in ihrer sozialen Äußerung und Befriedigung chronisch verhindert werden, und wenn die Erregung dabei nicht auf Ersatzobjekte verschoben werden kann, dann spreche ich von der ’Blockade der emotionalen Bedürfnisbefriedigung’ und vom ’psychosozialen Streß’, die beide mit der Krebsgenese zusammenhängen.“


Hier die Internetseite von Dr. med. Dr. phil. Ronald Grossarth-Maticek: www.grossarth-maticek.de

Von Interesse dürfte auch die englischsprachige Homepage von Thomas R. Blakeslee sein www.attitudefactor.com


Für persönlich dokumentierte Erfahrungen, über jeden erfolgreichen Krankheitsverlauf, wäre ich sehr dankbar.

 

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Tumor und Krebs: Als Tumor wird jede Geschwulstbildung bezeichnet. Als Krebs bezeichnet man Tumore mit einem progredient malignem Verlauf.